Die Rhöner Erfolgsgruppen

Während des Bundesbezirksmusikfestes in Hohenroth fanden auch Wertungsspielkonzerte statt. Das ist das musikalische Kernstück dieser Feste, gleichsam auch eine Leistungsschau der Blaskapellen und Spielmannszüge in Unterfranken.
Mit ausgezeichnetem Erfolg in der Höchststufe wurden bewertet: Symphonisches Blasorchester Kürnach (Dirigent Wolfgang Heinrich), Bläserphilharmonie Werneck (D: Tanja Berthold).
In der Oberstufe erreichten eine Bewertung mit ausgezeichnetem Erfolg: Rafelder Musikanten (D: Jochen Hart), Musikverein Priesendorf (D: Katja Steger), Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim/Ufr. (D: Rainer Stark). Mit sehr gutem Erfolg schnitten in der Oberstufe ab: Jugendblasorchester Eßleben (D: Dr. Burkhard Bausenwein), Jugendblasorchester Unterpleichfeld (D: Armin Schuler), Musikkapelle Rimpar (D: Thomas Ruffing), Stadtkapelle Hammelburg (D: Christian Wiechers/Th.Bogner), Blasorchester Sand am Main (D: Martin Lechner).
In der Mittelstufe wurden mit sehr guten Erfolg bewertet: Musikverein Ober-/Untereschenbach (D: Johannes Mauer), Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth-Willanzheim (D: Siegfried Graf), Jugendkapelle FFW Garitz (D: Stefan Ammersbach), Musikverein Stadtkapelle Zeil am Main (D: Uwe Bartl).
Eine Bewertung mit guten Erfolg in der Mittelstufe erreichten:
Musikkapelle Nordheim v.d.Rhön (D: Frank Stäblein), Musikverein Thulba-Reith (D: Anton Stürzenberger).
Mit sehr gutem Erfolg in der Unterstufe wurden bewertet:
Nachwuchsorchester Kürnach (D: Dominik Thoma), “Die kleinen Künstler” Unterpleichfeld (D: Thomas Ruffing), JBO Grafenrheinfeld “Die jungen Wilden” (D: Michael Keller), Jugendblasorchester Scholz-Geroda (D: Joachim Scholz), Jugendorchester des Blasorchesters Sand am Main (D: Martin Lechner).
In der Grundstufe erzielten eine Bewertung mit ausgezeichnetem Erfolg: Musikverein Priesendorf Nachwuchsorch.”Crazy Symphonics” (D: Jennifer Keller).
Mit sehr gutem Erfolg in der Grundstufe schnitten ab: Nachwuchsorchester der Musikschule Volkach (D: Oskar Schwab), Vororchester des JBO Großbardorf (D: Klaus Kirchner), Yamaha-Bläserklasse 2002/2004 Unterpleichfeld (D: Dominik Thoma), Bläserklasse Baldersheim (D: Sebastian Mark), Music Kids Wombach Wombacher Blasmusik (D: Klaus Hübner/Selina Siegler), Jugendorchester Hammelburg (D: Christian Wiechers).

Brüggereefest am Vatertag

Der Musikverein Himmelstadt veranstaltete am Donnerstag, 20. Mai, sein Brüggereefest am Radweg an der Mainbrücke im Himmelstadter Altort. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Trachtenkapelle Waigolshausen und die Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth.

Briefträger und Dichter

Franz Kemmer ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Der Burgerrother war auch außerhalb seines Heimatortes als Postzusteller im Gau bekannt geworden.
Der Landwirtssohn, der zunächst im elterlichen Anwesen und später als Milchfahrer tätig war, übernahm 1951 die Poststelle in Burgerroth. Im Laufe seiner 40-jährigen Dienstzeit stellte er in Aufstetten, Gelchsheim, Oellingen, Osthausen, Riedenheim, Stalldorf, Oberhausen und Röttingen die Post zu.
Obwohl der “Kemmers Franz” die Landwirtschaft weiter führte, stellte er sich für das Gemeinwohl in der Feuerwehr ebenso zur Verfügung wie im Gemeinderat und in der Kirchenverwaltung. Er wirkte daran mit, dass sich vor rund 30 Jahren die Burgerrother Musikanten mit der Musikkapelle Baldersheim zusammenschlossen. In der katholischen Landvolkbewegung, der er fast 40 Jahre lang angehörte, fungierte er im Kreisvorstand.
Bereits in jungen Jahren hatte Kemmer begonnen, seine Gedanken in “Bärcharouther” Mundart zu Papier zu bringen. Mit seinem erstaunlichen Erinnerungsvermögen hielt er in unzähligen Reinem nicht nur die Geschichte seiner Familie fest, sondern bewahrte in seinen Erzählungen auch längst vergangene Sitten und Gebräuche seines Heimatortes vor dem Vergessen.

Farbenpracht im Dauerregen

In einer etwas anderen Art und Weise ging in Aub in diesem Jahr das Aufstellen des Maibaumes von statten.
Zwar richteten auch dieses Jahr wieder die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr die stattliche Birke auf dem Marktplatz auf, doch war der Baum im Jubiläumsjahr der Stadt Aub ein Geschenk der Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth.
Der Dauerregen brachte zwar das vorgesehene Programm recht durcheinander – die durchnässte Musikkapelle Baldersheim/Burgerroth verzichtete auf ihren Auftritt und brachte den Baum ohne musikalische Begleitung nach Aub – doch zahlreiche Zuschauer verharrten trotz Dauerregen auf dem Marktplatz. Die Kinder des städtischen Kindergartens boten eine Tanzeinlage und zum Höhepunkt des Nachmittags führte die Schäfflertanzgruppe den überarbeiteten und modernisierten Schäfflertanz auf.

Salz und Brot für Tinker und Ponys

Baldersheim stand am Sonntag im Mittelpunkt der Pferdefreunde aus Nah und Fern. Zum zehnten Mal fand der St.-Georgs-Ritt statt, zu dem sich im Zweijahresturnus Reiter und Gespann-Fahrer treffen.

Der Heilige Georg ist nicht nur der Schutzpatron der Reiter und Kutschfahrer, sondern auch der Kirchenpatron der Baldersheimer Kirche.

Auch in diesem Jahr waren sie teilweise von weit hergekommen, die Reiter und Gespannfahrer mit ihren Pferden. Von großen Tinkerpferden bis zum Zwergpony waren zahlreiche Pferderassen zu sehen. Auch ein Eselsgespann nahm am Festzug teil. Reiter und Gespannfahrer in Tracht oder in historischen Kostümen, dazu die Musikkapellen aus der Umgebung, gaben dem Zug von Aub nach Baldersheim ein farbenprächtiges Gesicht.
Schon bei der Ankunft musste Organisator Hans Manger feststellen, dass neben den angemeldeten rund 150 Reitern und zahlreichen Gespannen 20 weitere Gruppen gekommen waren, um am Festzug teilzunehmen. Mit der Erfahrung aus den Veranstaltungen der vergangenen Jahre war es für die Organisatoren jedoch kein Problem, auch die nicht angemeldeten Zugteilnehmer in die Prozession einzufügen.
Hoch zu Ross führten die Geistlichen beider Konfessionen, Pfarrer Richard Tröge und Kaplan Gerd Greier, die Prozession an. Beginnend am Auber Stadtturm, über den historischen Marktplatz und durch die Auber Innenstadt ging es durch das Gollachtal vorbei an blühenden Bäumen, Hecken und Gärten, nach Baldersheim. Zahlreiche Schaulustige säumten die Straßen in Aub. Noch mehr Zuschauer standen am Baldersheimer Kornmarkt, dem Ziel des St.-Georgs-Rittes. Dort, zu Füßen der Skulptur des Heiligen Georg segneten die beiden Geistlichen Reiter und Pferde.
Dicht gedrängt standen Pferde und Zuschauer um den Kornmarkt. Die Zugteilnehmer nahmen aus den Händen von Männern und Frauen in Gautracht Erinnerungsschleifen entgegen. Für die Pferde gab es statt dessen alten Traditionen zu Folge Salz und Brot.
Die Freizeit-Reitergruppe Aub des Reit- und Fahrvereins Gelchsheim, die die Veranstaltung auch dieses Mal ausrichtete, hatte den Ablauf wieder gut organisiert, so dass es zu keinen größeren Pannen kam. Die Besucherströme wurden von Aktiven der Feuerwehren Aub und Baldersheim so gelenkt, dass der Festzug ungehindert und ungestört ablaufen konnte. Den gemütlichen Teil der Veranstaltung in der Festhalle Michael Neckermann gestaltete die Musikkapelle Baldersheim/Burgerroth.

Von Tuten und Blasen eine Ahnung

Neue Wege der musikalischen Erziehung für Jungmusikanten plant die Musikkapelle Schönderling unter der Leitung von Ute Beck. Darum hatte der Verein zu einem Nachmittag eingeladen, bei dem sich die Bläsergruppe aus Baldersheim bei Würzburg mit verschiedenen Musikstücken präsentierte.
Wenn auch der Besuch im Sportheim enttäuschend war, so konnten die Eltern und Kinder, die doch gekommen waren, zumindest einen intensiven Einblick in die geplante Ausbildung bekommen. Denn die Schönderlinger Kapelle möchte im Frühjahr diese Art der Ausbildung anbieten, wie sie in Baldersheim praktiziert wird. Und beim “Probespielen” waren die Kinder sofort mit Feuereifer dabei.

In der Münchner U-Bahn aufgespielt

Mit Pauken und Trompeten wehrten sich die Opferbaumer Musikanten in München gegen die geplanten Kürzungen der Jugendarbeit von bis zu 30 Prozent. Dank musikalischer Nachbarschaftshilfe aus Baldersheim, Rimpar und Bergrheinfeld waren 16 Musiker dem Protestaufruf des Bayerischen Jugendrings gefolgt. Vorher hatten sie zusammen mit über 11 000 weiteren Teilnehmern auf dem Münchner Odeonsplatz gegen die angedrohten Kürzungen der Jugendarbeit demonstriert. “Eigentlich sollten wir eher den Trauermarsch spielen”, scherzte Matthias Wald angesichts der Überlegungen des bayerischen Kultusministeriums, bis zu 30 Prozent der Zuschüsse für die Jugendarbeit zu streichen. Wald, der auf dem Demonstrationszug und in der U-Bahn als provisorischer Dirigent fungierte, wies auf das Ausmaß hin: “Uns geht es bei der Teilnahme nicht ausschließlich um den Musikbereich: Auch Sportvereine und andere sind auf die Zuschüsse angewiesen.” Den verdutzten Münchner Passagieren in der U-Bahn jedenfalls wird der unterfränkische Protest wohl in Erinnerung bleiben: Als Zugabe konnten sie das Stück “Grüße aus dem Egerland” genießen.

65 Baldersheimer auf einer Bühne

Die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth hatte zu ihrem Herbstkonzert in die Festhalle Neckermann geladen. Unter den zahlreichen Zuschauern war neben einigen Stadt- und Kreisräten auch der Auber Bürgermeister Robert Melber.
Ein ganzes Wochenende haben sich die Musikanten unter der Leitung von Siegfried Graf zusammen gefunden, um für dieses Konzert zu üben. Dass die Mühe und die aufgewendete Zeit sich gelohnt haben, davon konnte sich jeder Zuhörer überzeugen.
Die Moderation des Abends übernahm Ina Heidschmidt. Sie stimmte auf die jeweiligen Stücke ein. Der erste Teil des Abends war bestimmt von Film- und Fernsehmusik. Hier reichte das Repertoire von der Titelmusik des Actionfilms “Mission Impossible” bis hin zu “My heart will go on” aus dem Titanic-Film.
Im Sommer nahm die Musikgemeinschaft am Wertungsspielen in Grafenreinfeld mit sehr gutem Erfolg in der Mittelstufe teil. An diesem Abend gaben die Musikerinnen und Musiker nochmals das Pflichtstück “Silver Creek Valley” und die Kür “Spiritual Moments” zum besten.
Weiter zeigten die Musiker, dass sie nicht nur zusammen gut musizieren, sondern auch sehr gute Solospieler haben. Besonders stolz sind die Baldersheimer hier auf den fast kompletten Satz Saxophone, der aus drei Alt-, einem Tenor- und einem Baritonsaxophon besteht. Stefanie Ulsamer, Andrea Flury, Sebastian Mark, Miquel Rodriguez und Matthias Bach stellten mit dem Stück “Sax-Quartett” ihr Können unter Beweis.
Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Yamaha-Bläserklasse unter der Leitung von Anne Friedel, Sebastian Mark und Stefanie Ulsamer. Genau vor einem Jahr traten die jungen Musiker an gleicher Stelle zum ersten Mal öffentlich auf. Die Zuhörer staunten nicht schlecht, als die komplette Bläserklasse von hinten einmarschiert kam. Im Anschluss begeisterten sie ihr Publikum mit fetziger Musik. Zum krönenden Abschluss durften die kleinen zusammen mit den großen Musikern auftreten. “65 Baldersheimer Musiker auf einer Bühne, das sind ungefähr 15 Prozent der Einwohner”, bemerkte ein Bürger stolz.
Im zweiten Abschnitt verwöhnte die Musikgemeinschaft ihre Zuhörer mit bekannten Stücken der Blasmusik. Vom Schützenfest bis zum Böhmischen Traum reichte das Programm. Am Schluss gab es minutenlangen Applaus.

Herbstkonzert in der Festhalle

Eifriges Üben ist zurzeit bei der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth angesagt, denn sie lädt am Samstag, 15. November, zum Herbstkonzert ein. Ab 20 Uhr können sich die Besucher in der Festhalle Neckermann in Baldersheim vom abwechslungsreichen Programm verwöhnen lassen, das diesmal aus Film- und Musicalstücken sowie traditioneller Blasmusik besteht. Höhepunkt des Konzertes wird der Auftritt der Bläserklasse sein, die ihre Fortschritte im abgelaufenen Jahr zeigen will.

Bläserklassen gratulierten Manfred Ach

Die Bläserklassen aus Unterpleichfeld und Baldersheim unter der gemeinsamen Leitung von Dominik Thoma und Sebastian Mark spielten auf Einladung der Nordbayerischen Bläserjugend bei der Hauptversammlung des Nordbayerischen Musikbundes in Langensendelbach.
Dort wurde der Margetshöchheimer Landtagsabgeordnete Manfred Ach zum neuen Präsidenten des größten bayerischen Blasmusikverbandes gewählt. Manfred Ach tritt die Nachfolge von Dr. Adolf Eichenseer an, der den Verband über 20 Jahre lange geführt hat.
Dr. Eichenseer war sichtlich gerührt vom Auftritt der jungen Musikerinnen und Musiker, die einen langen Anfahrtsweg nach Langensendelbach in Kauf nehmen mussten.
„All die zahlreichen Abschiedsgeschenke, die ich heute erhalten habe, könnte ich mir theoretisch selber kaufen – der Auftritt der zwei Bläserklassen hingegen ist mit Geld nicht zu bezahlen”, so Eichenseer beim anschließenden Empfang im Beisein des neuen bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Thomas Goppel.
Die Bläserklassen der Musikkapellen aus Unterpleichfeld und Baldersheim hatten ihren großen Auftritt bei der Hauptversammlung des Nordbayerischen Musikbundes in Langensendelbach (Lkr. Forchheim). Der Margetshöchheimer Landtagsabgeordnete Manfred Ach wurde dort zum Präsidenten des NBMB gewählt
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