Singend und betend zur Kapelle

Zum traditionellen Gottesdienst am Pfingstmontag gehören die Prozessionen, mit denen die Gläubigen aus Aufstetten, Aub, Baldersheim, Bieberehren, Buch und Burgerroth singend und betend hinauf auf den sagenumwobenen Alten Berg nahe bei Burgerroth ziehen.
Zum ersten Male schlossen sich auch Teilnehmer aus Gelchsheim, Osthausen und Oellingen den Wallfahrern in Baldersheim an.
Kaplan Gerd Greier, der zusammen mit Pfarrer Norbert Stroh und Pastoralreferent Burkhard Fleckenstein vor einigen hundert Gläubigen den Gottesdienst hielt, erinnerte an das Leben der Heiligen Kunigunde.
Wie der geschichtsträchtige Ort mit seiner natürlichen positiven Ausstrahlung sei, so der Kaplan, auch Kunigunde trotz der Schicksalsschläge, die ihren Lebensweg durchkreuzten, ein positiver Mensch gewesen.
Mit dem Gleichnis von dem halb leeren- oder halb vollen Glas verdeutlichte Gerd Greier die positive Lebenseinstellung, bei der, wie er sagte, die Menschen nicht nur wegen alles und jedem jammern und klagen sollen und alles nicht nur als schlecht ansehen, sondern auch das Gute und Schöne mit Dankbarkeit sehen und anerkennen.
Die Ehefrau von Kaiser Heinrich, die, entgegen der untergeordneten Rolle die Frauen spielten, Einfluss in Gesellschaft und Politik nahm, wurde zunächst als „Mutter des Volkes“ verehrt, bevor sie sich in ein Kloster zurückzog.
Noch vor Abschluss der von der Musikkapelle Buch unter der Leitung von Emil Leuchs umrahmten kirchlichen Feier zog der Duft von Steaks und Bratwürsten über den idyllisch gelegenen Platz, auf dem anschließend das Kunigundenfest gefeiert wurde.

In der Gruppe lernt sich’s leichter

Ein Instrument müsste man spielen können, wenn nur das langwierige Üben nicht wäre. Dass das Üben Spaß macht und sich Erfolge rasch einstellen, zeigen 33 Mädchen und Buben der Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth, die seit November ein Instrument lernen.

Die Baldersheimer Anne Friedel und Sebastian Mark haben die Leitung der so genannten Yamaha-Bläserklasse übernommen. Das Konzept der Yamaha-Bläserklasse war ursprünglich auf Schulen ausgerichtet. Ganze Klassen erhielten in einem zweijährigen Projekt die Möglichkeit, gemeinsam Instrumente zu erlernen. Aufgrund der Erfolge wurden auch die Musikvereine aufmerksam und zeigen mehr und mehr Interesse an dem Konzept.
So fasste auch die Musikgemeinschaft den Entschluss, das Projekt durchzuführen. Anne Friedel und Sebastian Mark ließen sich als Bläserklassen-Leiter ausbilden. Die wichtigsten Säulen dieser Ausbildung sind die Grundlagen des Instrumentalunterrichts und der Erwerb von den Grundkompetenzen auf den Bläserklassen-Instrumenten.
Methodentraining, didaktische Tipps, die systematische Anwendung des Unterrichtswerkes, also Aufbau der Lerneinheiten und deren Einsatz im Unterricht bis hin zum Projektmanagement von Bläserklassen wurden vermittelt.
Das pädagogische Konzept der Bläserklasse baut auf das Gruppenmusizieren mit Orchesterblasinstrumenten wie Flöte, Trompete, Posaune und Klarinette bis hin zur Tuba auf. Jede Musikerin und jeder Musiker erlernt systematisch eines der Instrumente und musiziert damit von Anfang an im Gruppenverband. Die Methode ermöglicht jedem Schüler schnelle musikalische und damit auch persönliche Erfolgserlebnisse.
Durch die Motivation und den Erfolg wird die Gruppengemeinschaft gestärkt und sorgt für ein positives Lernklima. Die Teamfähigkeit soll als wichtige Schlüsselqualifikation erworben werden.
Der Vorsitzende der Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth, Franz Mark, sieht hier auch die Möglichkeit, das Verhalten der Kinder in der Gruppe und ihr soziales Verhalten insgesamt zu fördern.
Im Oktober vergangenen Jahres trafen sich die Kinder zur ersten Probe. Bereits im November bestritten sie mit großem Erfolg ihren ersten Auftritt. Im März beteiligte sich die Bläserklasse am Auber Faschingszug. Insgesamt sind in diesem Jahr noch acht Auftritte geplant.
Wer die Baldersheimer Bläserklasse selbst einmal hören will hat am Sonntag (1. Juni) die Möglichkeit. Beim Kindergartenfest des Baldersheimer Kindergarten gibt es ein einstündiges Konzert der jungen Musikerinnen und Musiker.

Brüggereefest am Vatertag

Der Musikverein Himmelstadt veranstaltete am Donnerstag, 29. Mai (Vatertag), sein alljährliches Brüggereefest direkt am Radweg an der Mainbrücke im Himmelstadter Altort. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Wernfelder Musikanten, die Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgroth sowie die Nachwuchsmusikanten des Musikverein Himmelstadt.

Bläser bepflastern Baldersheimer Bad

Auf Initiative der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth und der Fischerfreunde Baldersheim wird zur Zeit das Freibad neu gepflastert. Besonders die Bläserjugend engagiert sich bei den Arbeitseinsätzen. Das Bild zeigt die Jugendlichen mit dem Vorsitzenden der Musikgemeinschaft Franz Mark (Bildmitte, kniend) und Bürgermeister Robert Melber (zweiter von links), die auch mit anpackten.

500 Akteure beim Narrenzug durch Veitshöchheim

„Veitsöche, Helau!“ Tausende kleiner und großer Narren säumten die Straßen um begeistert dem vom Veitshöchheimer Carnevalsclub (VCC) zum 35. Mal in Folge organisierten Gaudiwurm zuzujubeln. Farbenprächtige Musikkapellen aus Baldersheim, Hettstadt und der örtliche Musikverein sorgten für Stimmung. 500 Akteure bewegten sich auf 18 einfallsreich gestalteten Motivwägen und in 17 fantasievoll kostümierten Fußgruppen im Schneckentempo von der Gartensiedlung aus über den Altort. Die Veitshöchheimer selbst glänzten auch heuer mit vielen kritischen Beiträgen. Den Abschluss bildeten wie immer der mehr als 100köpfige VCC-Tanznachwuchs vor dem imposanten VCC-Elferratswagen. Hoch her ging es auch beim Ausklang in den Mainfrankensälen.

Bronze für die Jungmusiker aus Baldersheim

Sechs junge Baldersheimer Musikerinnen und Musiker erwarben im Herbst das D1-Leistungsabzeichen in Bronze des Nordbayerischen Musikbundes. In der praktischen Prüfung waren die Tonleiter genau so gefragt wie das Vorspielen eines selbst gewählten und eines vorgegebenen Stückes. Intervalle und die Vorzeichen waren Bestandteil der theoretischen Prüfung. Die erfolgreichen Jungmusiker gehören schon zum festen Bestand der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth und bestritten schon mehrere Auftritte. Im Bild (v.l.): Markus Neeser, Thomas Denning, Maria Ulsamer, Christian Bätz, Ute Lachner und Sebastian Knopf.

Blasmusik in Theorie und Praxis

Für seine bestandene Leistungsprüfung wird der Baldersheimer Jungmusikant Sebastian Knopf von Esther Pfeuffer und Jürgen Götz ausgezeichnet.

Von Blasmusikklängen erfüllt war die Gaukönigshöfer Hauptschule, in der sich der Musikernachwuchs der Leistungsprüfung des Nordbayerischen Musikbundes (NBM) stellte.
Der Prüfung voraus gingen für die Teilnehmer an zwei Wochenenden die Vorbereitungskurse, in denen sie von den Dozenten Peggy Hummel-Kemmer (Klarinette), Günther Sollner (Klarinette), Andreas Bunzel (Saxophon), Professor Herbert Kamleiter (Tiefes Blech), Ivonne Seubert Trompete spielen und von Kurt Müller in Theorie geschult wurden.
Während einige Buben und Mädchen in den Gängen noch einmal die Tonleitern übten und mit dem Lampenfieber kämpften und sich andere in den Klassenzimmern den Prüfern stellten, konnte sich Sebastian Knopf aus Baldersheim bereits über die bestandene erste Prüfung freuen.
Laut NBM-Kreisvorsitzenden Jürgen Götz und seiner Stellvertreterin Esther Pfeuffer, die den Jungmusikanten mit dem Leistungsabzeichen auszeichnete, gibt es in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung mit insgesamt 173 Prüflingen zu verzeichnen.
Neben 85 in Unterpleichfeld, legten in Gaukönigshofen von den insgesamt 88 Jungmusikern 76 ihre erste und 12 ihre zweite Prüfung ab.
Mit dem Ziel: „Junge Menschen für das Spiel in den Blaskapellen und Spielmannszügen zu begeistern und ihnen eine solide Grundlage dafür zu geben“, führte, so Ester Pfeuffer, der NBM-Kreisverband Würzburg 1981 die Leistungsprüfungen ein.
Bei dieser Prüfung erwarben sich seither insgesamt nahezu 1 600 junge Musikerinnen und Musiker das Leistungsabzeichen D1 (Bronze), D2 (Silber) oder das Abzeichen in Gold für die Stufe D3.

Bronze, Silber und Gold fürs Musizieren

Die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth hatte zu einer musikalischen Wanderung durch den Herbst eingeladen. Der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB), Jürgen Götz, nutzte die Veranstaltung um verdiente Musikerinnen und Musiker für ihr langjähriges Engagement zu ehren.
Einleitend betonte Götz, dass die Musik zur Gesellschaft gehöre, ohne sie sei sie viel ärmer. Die Musik sorge für die Geselligkeit, vermittle Spaß und Freude und spreche Alt wie Jung gleichermaßen an. Götz richtete einen Appell an die Politik, die Musik trotz knapper Kassen weiter zu unterstützen.
Für zehn Jahre aktives Musizieren überreichte Götz die bronzene Ehrennadel des NBMB an Christine Rodriguez, Kathrin Neckermann, Anne Friedel, Simone Körner, Nicole Neeser, Michael Flury, Thomas Körner, Christian Deppisch, Thorsten Knopf, Sebastian Mark sowie an Willi und Miquel Rodriguez.
Die silberne Bundesehrennadel des NBMB mit Urkunde für 20 Jahre aktive Musiktätigkeit erhielt Florian Derks.
Seit 30 Jahren aktiv und seit der Neugründung der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth 1972 dabei sind Werner Flury, Paul Metzger, Roland Haaf, Michael Neckermann und Franz Mark. Jürgen Götz überreichte ihnen das goldene Bundesehrenzeichen des NBMB mit Urkunde.
Für 40 Jahre Musizieren überreichte Götz die Ehrennadel in Gold mit Aufdruck 40 und die Ehrenurkunde der Bünde deutscher Musikverbände an Alois Engert und Otto Haaf überreichen.
Zum Abschluss der Ehrungen durfte der Ehrenvorsitzende, Alfons Kemmer, den Hoch- und Deutschmeister Regimentsmarsch dirigieren. Kemmer war an der Neugründung 1972 maßgeblich beteiligt.

Musikalisch durch italienische Weinberge gewandert

Zu einer musikalischen Wanderung durch den Herbst hatte die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth in die Halle von Michael Neckermann eingeladen. Dirigent Siegfried Graf und seine Musiker boten den Zuhörern ein buntes Programm. Durch den Abend führte Ina Heidschmidt, die zahlreiche Ehrengäste begrüßte. Unter ihnen waren der Ehrenvorsitzende Alfons Kemmer, der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) Jürgen Götz, Bürgermeister Robert Melber und Kaplan Gerd Greier.
Mit dem militärischen Traditionsmarsch „Mussinan-Marsch“ begann das umfangreiche Konzert, gefolgt von „Variazioni in Blue“, ein Blues-Potpourie aus den USA. Das dritte Stück, „A Salzburg Impression“, versetzte die Zuhörer in die Musik- und Donaustadt Salzburg. Mit fünf kurzen Werken in Pop-Stil, „The Universal Band Collection“, ging es weiter bevor die Musikerinnen und Musiker das Publikum mit „Riflessi“ zu einer Wanderung durch die italienischen Weinberge einluden. In die Pause verabschiedete sich die Kapelle mit „Without you“ von Ron Sebregts. Mit dem Walzer „Schöne Stunden“ begann der zweite Teil des Konzertes. Hier zeigte die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth, dass sie sehr viel Wert auf die Nachwuchsarbeit legt. So durften die drei Nachwuchstrompeter Martin Düchs, Florian und Johannes Haaf unter der Leitung ihres Musiklehrers Peter König ihren ersten öffentlichen Auftritt bestreiten.

Erfolgs-Erlebnisse

Was sich hinter der Yamaha-Bläserklasse verbirgt, erläuterte Vorsitzender Franz Mark. Bei diesem Projekt werden in Baldersheim junge Musikerinnen und Musiker im Alter zischen sieben und zwölf Jahren ausgebildet und gefördert. Das Erlernen des Musikspielens ist hierbei auf Erfolgs-Erlebnissen aufgebaut.
So konnte die Bläserklasse bereits nach fünf Wochen Übung erste Stücke spielen. Die Leitung übernahmen mit Anne Friedel und Sebastian Mark ebenfalls zwei Jungmusiker. Der Musikgemeinschaft ist es gelungen, einen kompletten Bläsersatz einzurichten, von der Klarinette, über Schlagzeug und Tuba sind alle Instrumente besetzt.
Musik und Handwerk zeigen viele Gemeinsamkeiten auf. Zuerst sind die Lehrjahre, dann die Gesellenjahre und dann folgt das Meisterstück. So leitete Ina Heidschmidt auf die „Amboss-Polka“ über. Das Stück begleiteten die beiden Solisten, Schmiedemeister Roland Haaf und seine Gesellin Barbara Schwarz, mit kräftigen aber taktvollen Hammerschlägen auf einen Amboss. Während den Pausen musste die Gesellin das eine oder andere lernen. So kam sie in den Genuss des Schnupftabaks und durfte natürlich in das selbe Taschentuch schnäuzen wie ihr Lehrmeister. Nur bei der Zigarre weigerte sie sich standhaft.
Mit der „Gartenpolka“ und den „Gruß an Böhmen“ verabschiedeten sich die Musiker der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth von ihrem Publikum. Die Zuhörer waren von der musikalischen Darbietung begeistert und sie ließen ihre Musiker natürlich nicht ohne Zugabe von der Bühne.
Vorsitzender Franz Mark bedankte sich abschließend bei allen Helfern, die tagelang die Halle geschmückt hatten und dafür gesorgt haben, dass die Gäste verpflegt wurden. Weiter dankte Mark Michael und Claudia Neckermann für die Bereitstellung der Halle. Mit Blumen verabschiedete Mark die Moderatorin Ina Heidschmidt. Das letzte Wort des Abends hatte Dirigent Siegfried Graf. Mit den Worten „Franz du bist die treibende Kraft, wir sehen uns wieder“, dankte er Franz Mark für seinen Einsatz, speziell für die Jugend.

Drei Tage Reichelsburgfest bei Sonnenschein

vom 31. Mai – 2. Juni
auf der historischen Reichelsburg in Baldersheim

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Wahrlich himmlisches Wetter hatte sich der Truchsess von Baldersheim ausgesucht, um sein Reichelsburgfest auszurichten. Im Gegensatz zum Vorjahr, als heftige Gewitterregen für unerwünschte Abkühlung sorgten, konnte die Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth dieses Jahr bei Sonnenschein feiern.
Zum Gottesdienst am Sonntag hatten sich mehrere Hundert Menschen im Burghof eingefunden. Stadtpfarrer Stephan Hartmann, der den Gottesdienst zelebrierte, hatte in seiner Zeit als Auber Pfarrer selten so viele Gottesdienstbesucher. Musikalisch umrahmten die Gruppe „Concento“ aus Hopferstadt sowie die Musikkapelle Aufstetten den Gottesdienst.
Noch ehe der Pfarrer seinen Segen erteilen konnte, bildete sich schon eine Schlange vor der Essensausgabe. Das fränkische Hochzeitsessen fand auch dieses Jahr wieder so viel Zuspruch, dass sich lange Warteschlangen bildeten. Zahlreiche Ausflügler nahmen sich am Sonntag die Burgruine bei Baldersheim zum Ziel, stets herrschte ein reges Kommen und Gehen. Die Baldersheimer hatten alle Hände voll zu tun, ihre Gäste zu bewirten. Truchsess Otto I. und Burgherrin Ina I. wurden es nicht müde, die Gäste an der Brücke über den Burggraben einzeln persönlich per Handschlag zu begrüßen.
Das dreitägige Festprogramm der Musikanten aus Baldersheim und Burgerroth hatte auch dieses Jahr wieder für jeden etwas. Der Freitag gehörte der Jugend, die sich von der Gruppe „Acid Rain“ und ihrer Sängerin Hanna Fleckenstein aus Aub mit heißen Rhythmen unterhalten ließ.
Am Abend des Samstag beherrschten die „Himmelstadter Dorfmusikanten“ die Szene, während am Essensstand die Sau am Spieß gegrillt wurde. Vor nahezu voll besetztem Burghof konnte der Truchsess als Zeichen der Herrschaft für die Dauer des Festes die Schlüssel für die Burg vom zweiten Bürgermeister Claus Menth übernehmen. Am Sonntag schließlich unterhielten zum Festausklang die Musikanten aus Wolkshausen.

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