500 Akteure beim Narrenzug durch Veitshöchheim

„Veitsöche, Helau!“ Tausende kleiner und großer Narren säumten die Straßen um begeistert dem vom Veitshöchheimer Carnevalsclub (VCC) zum 35. Mal in Folge organisierten Gaudiwurm zuzujubeln. Farbenprächtige Musikkapellen aus Baldersheim, Hettstadt und der örtliche Musikverein sorgten für Stimmung. 500 Akteure bewegten sich auf 18 einfallsreich gestalteten Motivwägen und in 17 fantasievoll kostümierten Fußgruppen im Schneckentempo von der Gartensiedlung aus über den Altort. Die Veitshöchheimer selbst glänzten auch heuer mit vielen kritischen Beiträgen. Den Abschluss bildeten wie immer der mehr als 100köpfige VCC-Tanznachwuchs vor dem imposanten VCC-Elferratswagen. Hoch her ging es auch beim Ausklang in den Mainfrankensälen.

Bronze für die Jungmusiker aus Baldersheim

Sechs junge Baldersheimer Musikerinnen und Musiker erwarben im Herbst das D1-Leistungsabzeichen in Bronze des Nordbayerischen Musikbundes. In der praktischen Prüfung waren die Tonleiter genau so gefragt wie das Vorspielen eines selbst gewählten und eines vorgegebenen Stückes. Intervalle und die Vorzeichen waren Bestandteil der theoretischen Prüfung. Die erfolgreichen Jungmusiker gehören schon zum festen Bestand der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth und bestritten schon mehrere Auftritte. Im Bild (v.l.): Markus Neeser, Thomas Denning, Maria Ulsamer, Christian Bätz, Ute Lachner und Sebastian Knopf.

Blasmusik in Theorie und Praxis

Für seine bestandene Leistungsprüfung wird der Baldersheimer Jungmusikant Sebastian Knopf von Esther Pfeuffer und Jürgen Götz ausgezeichnet.

Von Blasmusikklängen erfüllt war die Gaukönigshöfer Hauptschule, in der sich der Musikernachwuchs der Leistungsprüfung des Nordbayerischen Musikbundes (NBM) stellte.
Der Prüfung voraus gingen für die Teilnehmer an zwei Wochenenden die Vorbereitungskurse, in denen sie von den Dozenten Peggy Hummel-Kemmer (Klarinette), Günther Sollner (Klarinette), Andreas Bunzel (Saxophon), Professor Herbert Kamleiter (Tiefes Blech), Ivonne Seubert Trompete spielen und von Kurt Müller in Theorie geschult wurden.
Während einige Buben und Mädchen in den Gängen noch einmal die Tonleitern übten und mit dem Lampenfieber kämpften und sich andere in den Klassenzimmern den Prüfern stellten, konnte sich Sebastian Knopf aus Baldersheim bereits über die bestandene erste Prüfung freuen.
Laut NBM-Kreisvorsitzenden Jürgen Götz und seiner Stellvertreterin Esther Pfeuffer, die den Jungmusikanten mit dem Leistungsabzeichen auszeichnete, gibt es in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung mit insgesamt 173 Prüflingen zu verzeichnen.
Neben 85 in Unterpleichfeld, legten in Gaukönigshofen von den insgesamt 88 Jungmusikern 76 ihre erste und 12 ihre zweite Prüfung ab.
Mit dem Ziel: „Junge Menschen für das Spiel in den Blaskapellen und Spielmannszügen zu begeistern und ihnen eine solide Grundlage dafür zu geben“, führte, so Ester Pfeuffer, der NBM-Kreisverband Würzburg 1981 die Leistungsprüfungen ein.
Bei dieser Prüfung erwarben sich seither insgesamt nahezu 1 600 junge Musikerinnen und Musiker das Leistungsabzeichen D1 (Bronze), D2 (Silber) oder das Abzeichen in Gold für die Stufe D3.

Bronze, Silber und Gold fürs Musizieren

Die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth hatte zu einer musikalischen Wanderung durch den Herbst eingeladen. Der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB), Jürgen Götz, nutzte die Veranstaltung um verdiente Musikerinnen und Musiker für ihr langjähriges Engagement zu ehren.
Einleitend betonte Götz, dass die Musik zur Gesellschaft gehöre, ohne sie sei sie viel ärmer. Die Musik sorge für die Geselligkeit, vermittle Spaß und Freude und spreche Alt wie Jung gleichermaßen an. Götz richtete einen Appell an die Politik, die Musik trotz knapper Kassen weiter zu unterstützen.
Für zehn Jahre aktives Musizieren überreichte Götz die bronzene Ehrennadel des NBMB an Christine Rodriguez, Kathrin Neckermann, Anne Friedel, Simone Körner, Nicole Neeser, Michael Flury, Thomas Körner, Christian Deppisch, Thorsten Knopf, Sebastian Mark sowie an Willi und Miquel Rodriguez.
Die silberne Bundesehrennadel des NBMB mit Urkunde für 20 Jahre aktive Musiktätigkeit erhielt Florian Derks.
Seit 30 Jahren aktiv und seit der Neugründung der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth 1972 dabei sind Werner Flury, Paul Metzger, Roland Haaf, Michael Neckermann und Franz Mark. Jürgen Götz überreichte ihnen das goldene Bundesehrenzeichen des NBMB mit Urkunde.
Für 40 Jahre Musizieren überreichte Götz die Ehrennadel in Gold mit Aufdruck 40 und die Ehrenurkunde der Bünde deutscher Musikverbände an Alois Engert und Otto Haaf überreichen.
Zum Abschluss der Ehrungen durfte der Ehrenvorsitzende, Alfons Kemmer, den Hoch- und Deutschmeister Regimentsmarsch dirigieren. Kemmer war an der Neugründung 1972 maßgeblich beteiligt.

Musikalisch durch italienische Weinberge gewandert

Zu einer musikalischen Wanderung durch den Herbst hatte die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth in die Halle von Michael Neckermann eingeladen. Dirigent Siegfried Graf und seine Musiker boten den Zuhörern ein buntes Programm. Durch den Abend führte Ina Heidschmidt, die zahlreiche Ehrengäste begrüßte. Unter ihnen waren der Ehrenvorsitzende Alfons Kemmer, der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) Jürgen Götz, Bürgermeister Robert Melber und Kaplan Gerd Greier.
Mit dem militärischen Traditionsmarsch „Mussinan-Marsch“ begann das umfangreiche Konzert, gefolgt von „Variazioni in Blue“, ein Blues-Potpourie aus den USA. Das dritte Stück, „A Salzburg Impression“, versetzte die Zuhörer in die Musik- und Donaustadt Salzburg. Mit fünf kurzen Werken in Pop-Stil, „The Universal Band Collection“, ging es weiter bevor die Musikerinnen und Musiker das Publikum mit „Riflessi“ zu einer Wanderung durch die italienischen Weinberge einluden. In die Pause verabschiedete sich die Kapelle mit „Without you“ von Ron Sebregts. Mit dem Walzer „Schöne Stunden“ begann der zweite Teil des Konzertes. Hier zeigte die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth, dass sie sehr viel Wert auf die Nachwuchsarbeit legt. So durften die drei Nachwuchstrompeter Martin Düchs, Florian und Johannes Haaf unter der Leitung ihres Musiklehrers Peter König ihren ersten öffentlichen Auftritt bestreiten.

Erfolgs-Erlebnisse

Was sich hinter der Yamaha-Bläserklasse verbirgt, erläuterte Vorsitzender Franz Mark. Bei diesem Projekt werden in Baldersheim junge Musikerinnen und Musiker im Alter zischen sieben und zwölf Jahren ausgebildet und gefördert. Das Erlernen des Musikspielens ist hierbei auf Erfolgs-Erlebnissen aufgebaut.
So konnte die Bläserklasse bereits nach fünf Wochen Übung erste Stücke spielen. Die Leitung übernahmen mit Anne Friedel und Sebastian Mark ebenfalls zwei Jungmusiker. Der Musikgemeinschaft ist es gelungen, einen kompletten Bläsersatz einzurichten, von der Klarinette, über Schlagzeug und Tuba sind alle Instrumente besetzt.
Musik und Handwerk zeigen viele Gemeinsamkeiten auf. Zuerst sind die Lehrjahre, dann die Gesellenjahre und dann folgt das Meisterstück. So leitete Ina Heidschmidt auf die „Amboss-Polka“ über. Das Stück begleiteten die beiden Solisten, Schmiedemeister Roland Haaf und seine Gesellin Barbara Schwarz, mit kräftigen aber taktvollen Hammerschlägen auf einen Amboss. Während den Pausen musste die Gesellin das eine oder andere lernen. So kam sie in den Genuss des Schnupftabaks und durfte natürlich in das selbe Taschentuch schnäuzen wie ihr Lehrmeister. Nur bei der Zigarre weigerte sie sich standhaft.
Mit der „Gartenpolka“ und den „Gruß an Böhmen“ verabschiedeten sich die Musiker der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth von ihrem Publikum. Die Zuhörer waren von der musikalischen Darbietung begeistert und sie ließen ihre Musiker natürlich nicht ohne Zugabe von der Bühne.
Vorsitzender Franz Mark bedankte sich abschließend bei allen Helfern, die tagelang die Halle geschmückt hatten und dafür gesorgt haben, dass die Gäste verpflegt wurden. Weiter dankte Mark Michael und Claudia Neckermann für die Bereitstellung der Halle. Mit Blumen verabschiedete Mark die Moderatorin Ina Heidschmidt. Das letzte Wort des Abends hatte Dirigent Siegfried Graf. Mit den Worten „Franz du bist die treibende Kraft, wir sehen uns wieder“, dankte er Franz Mark für seinen Einsatz, speziell für die Jugend.

Drei Tage Reichelsburgfest bei Sonnenschein

vom 31. Mai – 2. Juni
auf der historischen Reichelsburg in Baldersheim

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Wahrlich himmlisches Wetter hatte sich der Truchsess von Baldersheim ausgesucht, um sein Reichelsburgfest auszurichten. Im Gegensatz zum Vorjahr, als heftige Gewitterregen für unerwünschte Abkühlung sorgten, konnte die Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth dieses Jahr bei Sonnenschein feiern.
Zum Gottesdienst am Sonntag hatten sich mehrere Hundert Menschen im Burghof eingefunden. Stadtpfarrer Stephan Hartmann, der den Gottesdienst zelebrierte, hatte in seiner Zeit als Auber Pfarrer selten so viele Gottesdienstbesucher. Musikalisch umrahmten die Gruppe „Concento“ aus Hopferstadt sowie die Musikkapelle Aufstetten den Gottesdienst.
Noch ehe der Pfarrer seinen Segen erteilen konnte, bildete sich schon eine Schlange vor der Essensausgabe. Das fränkische Hochzeitsessen fand auch dieses Jahr wieder so viel Zuspruch, dass sich lange Warteschlangen bildeten. Zahlreiche Ausflügler nahmen sich am Sonntag die Burgruine bei Baldersheim zum Ziel, stets herrschte ein reges Kommen und Gehen. Die Baldersheimer hatten alle Hände voll zu tun, ihre Gäste zu bewirten. Truchsess Otto I. und Burgherrin Ina I. wurden es nicht müde, die Gäste an der Brücke über den Burggraben einzeln persönlich per Handschlag zu begrüßen.
Das dreitägige Festprogramm der Musikanten aus Baldersheim und Burgerroth hatte auch dieses Jahr wieder für jeden etwas. Der Freitag gehörte der Jugend, die sich von der Gruppe „Acid Rain“ und ihrer Sängerin Hanna Fleckenstein aus Aub mit heißen Rhythmen unterhalten ließ.
Am Abend des Samstag beherrschten die „Himmelstadter Dorfmusikanten“ die Szene, während am Essensstand die Sau am Spieß gegrillt wurde. Vor nahezu voll besetztem Burghof konnte der Truchsess als Zeichen der Herrschaft für die Dauer des Festes die Schlüssel für die Burg vom zweiten Bürgermeister Claus Menth übernehmen. Am Sonntag schließlich unterhielten zum Festausklang die Musikanten aus Wolkshausen.

Ein Lichtermeer voll Wunderkerzen

Zu ihrem Herbstkonzert hatte die Musikgemeinschaft Baldersheim – Burgerroth in die Halle von Michael Neckermann eingeladen. Dirigent Siegfried Graf und seine Musiker boten den Zuhörern ein buntes Pro¬gramm. Durch den Abend führte die Ehefrau des Dirigenten, Conny Graf.
Die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth besteht zur Zeit aus 41 Musikern. Besonders stolz sind die Baldersheimer auf die große Anzahl ihrer Jungmusiker (bis 28 Jahre). 29 Jungbläser nahmen am Konzert teil und überzeugten bereits mit einzelnen Solostücken. Vor einem Jahr stießen viele Jugendliche zur Kapelle hinzu, so dass die Alterspanne von elf bis 59 Jahre reicht.
Die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth hat sich in ihrer heutigen Form 1972 gegründet. Seit mehr als 25 Jahren gehören dem Verein Paul Metzger, Michael Neckermann, Otto und Roland Haaf an.
Mit dem „Festruf“ von Hans Kolditz begann das umfangreiche Konzert gefolgt vom Florentiner Marsch und Hanseatic Suite in vier Sätzen.
Mit einer Fahrradglocke wurde das erste Solostück „The Happy Cyclist“, dargebracht von Michael Flury, angekündigt. Bernd Geißendörfer heimste die ersten Begeisterungspfiffe mit „My way“ von Francois und Revaux ein. Mit „Der Komet“ und „The Millennium-Song“ endete der erste Teil der Aufführung und die Jungmusiker wurden in den wohlverdienten Feierabend entlassen.
Mit „Y.M.C.A.“ von Morali und Kernen begann der zweite Teil des Konzertes. Anschließend folgten zwei Solostücke. „Matrimony“ von Gilbert O’Sullivan, dargebracht von Florian Derks und die Löffelpolka von Antonin Borvicka. Solist Roland Haaf kam als Koch verkleidet auf die Bühne und löste mehrmals Applaus während des Stückes aus. Mit „Böhmischer Wind“ von Ernst Mosch und „Rosen so rot“ von Karl Vacek lud die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth ihre Gäste zum Schunkeln ein und versetzten mit ihren letzten Stück „Trara es brennt“ die Konzerthalle in ein Lichtermeer voller Wunderkerzen.
Vorsitzender Franz Mark bedankte sich bei allen Helfern, die tagelang die Halle geschmückt und dafür gesorgt hatten, dass die Gäste mit Trinken und Essen versorgt wurden. Weiter dankte Mark Michael Neckermann für die Bereitstellung der Halle sowie Claudia Neckermann, die die Gestaltung der Blumengestecke übernommen hatte. Mit Blumen verabschiedete Mark die Moderatorin des Abends, Conny Graf.

Ton und Rhythmik auf dem Prüfstand

Beim Konzertspiel des Nordbayerischen Musikbund (NBM) stellten in der Gelchsheimer Deutschherrn-Halle neun Kapellen mit insgesamt rund 300 Musikern ihr Können unter Beweis.
Mitwirkende waren die Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth (Leitung Siegfried Graf), das Jugendblasorchester Gelchsheim (Oliver Hummel), die Schülerkapelle und Jugendblaskapelle Hettstadt (Jürgen Reinhart), der Musikverein Sonderhofen (Kurt Müller), die Historische Trachten und Stadtkapelle Aub (Karl-Beinz Krieger), das Jugendblasorchester Unterpleichfeld (Armin Schuler), der Musikverein Estenfeld (Christian Wiechers) und die Musikkapelle Gelchsheim unter der Leitung von Dirk Wachtler.
Laut Professor Herbert Kamleitner (Rothenburg), der mit Bundesdirigent Ernst Oesterreicher (Bad Königshofen) und Studiendirektor Georg Bernet (Burglengenfeld) die Bewertung vornahm, werden die Intonationen, die Rhythmik und auch das Zusammenspiel der Kapellen bewertet.
Daneben begutachten die fachmännischen Richter die Tonkultur ebenso wie Dynamik, Klangausgleich, die Artikulation und den Gesamteindruck der Kapellen und nicht zuletzt die Arbeit der Dirigenten.
Welchen Stellenwert das Konzertspiel besitzt, zeigt sich daran, so die stellvertretende Kreisvorsitzende des NBM Wilma Samfaß (Rimpar), dass sich so viele Kapellen der Kritik stellen wollten, dass einige sogar abgewiesen werden mussten.
Zu den zahlreichen Zuhörern die ein über dreistündiges abwechslungsreiches Programm erwartete, zählte auch der Schirmherr der Veranstaltung Landrat Waldemar Zorn.
Auch der Kreischef genoss einen vergnüglichen Nachmittag, ebenso wie der ehemalige langjährige NBM-Kreisvorsitzende Hermann Deußer.
Besonders erfreut zeigte sich Hermann Deußer darüber, dass das Konzertspiel, das er Ende der 60er Jahre ins Leben rief, auch heute noch Bestand hat. Nicht zuletzt durch die finanzielle Unterstützung durch den Landkreis Würzburg. Der hat laut Deußer vor nahezu drei Jahrzehnten Zuschuss-Richtlinien festlegte, die beispielgebend waren für das gesamte Bundesgebiet.
Bevor sich die Mitwirkenden im Gemeinschaftschor unter Bundesdirigent Ernst Oesterreicher mit dem Frankenlied-Marsch und mit der Bayern-Hymne unter der Leitung von Kreisdirigent Wolfgang Heinrich verabschiedeten, dankte Wilma Samfraß ihrer Stellvertreter-Kollegin Esther Pfeuffer (Gaukönigshofen) für die zeitaufwändige Arbeit, die die Organisation des Konzertspiels mit sich bringt sowie der Gelchsheimer Musikkapelle, die für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gesorgt hatte.

Truchsess gibt sich die Ehre

Der Truchsess gibt sich wieder die Ehre und lädt ein zum Reichelsburgfest der Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth zwischen den Mauern der Burgruine bei Baldersheim. Das Fest steigt am Wochenende vom 15. Juni bis zum 17. Juni. Zum Beatabend am Freitag, 15. Juni heizt die Band „Die Union“ die Stimmung zwischen dem alten Gemäuer kräftig ein.
Am Samstag ab 20 Uhr versprechen die „Herrgolshäuser Musikanten“ Spitzenstimmung. Die Kapelle darf sich „Europameister der Blasmusik im böhmisch-mährischen Stil“ nennen.
Am Sonntag zelebriert ab 1030 Uhr der Auber Stadtpfarrer Stephan Hartmann einen Festgottesdienst in der Burgruine. Danach bieten die Musikanten aus Baldersheim und Burgerroth zum Mittagessen „fränkisches Hochzeitsessen“ an. Für die Musik sorgen die „Bühlerzeller Musikanten“, die in der Vergangenheit auf der Reichelsburg schon für gute Stimmung gesorgt haben.
Für den Nachmittag verspricht die Musikkapelle Baldersheim/Burgerroth noch eine besondere Überraschung. Am Nachmittag ab 16.30 spielt die „Musikkapelle Acholshausen“ auf. Während des Festes gibt sich auch der Truchsess die Ehre und lässt es sich nicht nehmen, seine Gäste persönlich zu begrüßen.
© mainpost – Alfred Gehring

Franz Kemmer feiert den 70. Geburtstag

Der auch außerhalb des Auber Ortsteil Burgerroth als Postzusteller bekannt gewordene Franz Kemmer feiert heute den 70. Geburtstag. Der Jubilar wurde am 2. Oktober 1930 in Burgerroth geboren. Mit neun Geschwistern wuchs er auf dem elterlichen Anwesen auf. Nach der Volksschule wurde seine Arbeitskraft zu Hause gebraucht.
Der Tätigkeit als Knecht bei einem Bauern im Ort folgte der Wechsel als Handlanger in einem Auber Tünchnerbetrieb.
Die folgende Arbeit als Milchfahrer endete für Kemmer als er 1951 die in Burgerroth neu eingerichtete Poststelle übernahm. Nachdem er seit 1963 mit Klara Metzger aus Baldersheim verheiratet war, verdiente der vierfache Vater den Familienunterhalt als Postmitarbeiter in Aufstetten und Gelchsheim.
Während seiner 40-jährigen Dienstzeit stellte der „Kemmers Franz“ auch in Oellingen, Osthausen, Riedenheim, Stalldorf, Oberhausen und Röttingen die Post zu.
Obwohl er neben seinem Hauptberuf die Landwirtschaft weiterführte, stellte er sich seinem Heimatort in der Feuerwehr ebenso zur Verfügung wie im Gemeinderat und der Kirchenverwaltung.

Als die Burgerrother Kapelle mit Nachwuchsproblemen kämpfte, war es Franz Kemmer, der Anfang der 70-er Jahre maßgeblich an dem Zusammenschluss mit den Baldersheimer Musikanten mitwirkte. In der Katholischen Landvolk Bewegung, der er nahezu 40 Jahre angehört, fungiert der Burgerrother in der Kreisvorstandschaft. Für Kemmer, der noch Sohn Wolfgang in der Landwirtschaft zur Hand geht, ist das „intensivste Hobby“ das Reimen. Zunächst handschriftlich und jetzt am Computer entstehen die Verse – zumeist in Mundart. Wenn auch der Jubilar, dem sechs Enkel zum Geburtstag gratulieren werden, auf Reisen nach Amerika, Frankreich, Italien oder Israel die weite Welt kennenlernte, fühlt er sich am wohlsten in „Bärcharouth“.
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