Truchseß begrüßte die Gäste mit Handschlag

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Zahlreiche Festgäste  waren wieder der Einladung des Truchseß von Baldersheim gefolgt und erlebten auf der Burgruine hoch oberhalb des Gollachtales ein zünftiges Musikfest.

Als am Samstagnachmittag ein Regenschauer auf das Festgelände niederging, hatten die Veranstalter, die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth schon befürchtet, das Fest könnte ins Wasser fallen. Man befürchtete, die Witterung könnte zahlreiche Festbesucher abhalten, auf die Burg zu kommen. Zur Sicherheit wurde rasch noch rasch ein Zelt aufgebaut. Aber die Sorgen waren unbegründet. Schon wenige Stunden später waren die Bänke auf dem Festplatz belegt, war die am Spieß gegrillte Sau aufgegessen. Bei sommerlich lauer Luft auf dem romantisch mit Lichterketten beleuchten Burgareal ließ es sich gut feiern und bis spät in die Nacht herrschte Festbetrieb auf der Reichelsburg.

Auch der Festgottesdienst auf der Burgruine am Sonntag war gut besucht und danach war der Andrang auf die Essenstände groß. „Die Leute haben uns die Bude eingerannt,“ beschrieben die Verantwortlichen die Situation. Das fränkische Hochzeitsessen fand wieder reißenden Absatz.

Wo sonst als auf der Reichelsburg wird man als Gast auch von einen Truchseß per Handschlag begrüßt. Truchseß Josef Hoos und seine Burgfrau Sabine hatten in diesem Jahr viele Hände zu schütteln.

Musikalisch unterhalten wurden die Festgäste von der Winzerkapelle aus Beckstein am Samstag, den Gelchsheimer Musikanten, der Jugendkapelle Gelchsheim-Baldersheim-Gaukönigshofen und den Bläserklassen der Grundschule Aub am Sonntag. Nachmittags spielte die Blaskapelle aus dem mittelfränkischen Gattenhofen für die Gäste auf der Burg auf, ehe wieder das Rhön-Quartett mit Blasmusik zum Festausklang spielte.

Ihre selbst arrangierten Stücke aus den Bereichen fränkischer, böhmischer und mährischer Blasmusik, ergänzt auch durch einige moderne Schlagermelodien hielten selbst die Musikerkollegen aus Gattenhofen vor der Bühne und erhielten auch von denen reichlich Applaus.

Probe im Schwimmbad

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Da es viel zu heiß war, im Proberaum zu proben, fand die Musiprobe an diesem Dienstag im Schwimmbad statt. Im Anschluss sprangen einige Musiker nochmal ins Wasser und kühlten sich von der Hitze ab.

Kunigundenkapelle unter neuem Dach mit alten Ziegeln

An der Kunigundenkapelle gab es am Pfingstmontag doppelten Grund zum feiern. Zum einem fand auf dem Alten Berg nahe bei Burgerroth das traditionelle Kunigundenfest statt und zum anderen bekam das uralte Gemäuer nach Abschluss der Dachsanierung den kirchlichen Segen von Pfarrer Gregor Sauer.

Bei dem Gottesdienst wirkten neben Musikanten aus Buch und der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth auch Augustinerpater Ottokar Pfeuffer mit. Der 84-jährige gebürtige Bucher gilt, wie Gregor Sauer sagte, als „Erfinder“ des Kunigundenfestes das vor annähernd 40 Jahren ins Leben gerufen wurde.

Gläubige wallten auf den Alten Berg

Rund 800 Gläubig aus den Ortschaften Bieberehren, Aufstetten, Baldersheim, Burgerroth und Buch waren zu Fuß hinauf auf den Alten Berg gewallt. Pfarrer Gregor Sauer ging in seiner Predigt auf das Leben der Heiligen Kunigunde und ihres Mannes Kaiser Heinrich ein. Das Herrscherpaar hat, wie er ausführte, den Glauben zur Grundlage ihres Reiches gemacht. Durch den Glauben an Gott sollte ihr in Stämme und Fürstentümer zerstückelte Herrschaftsgebiet zusammen gehalten werden. Wenn auch nach den Worten des Geistlichen, Heinrich und Kunigunde nicht veranlasst haben die Kunigundenkapelle zu bauen, so ist es doch ein Ergebnis ihrer Vorarbeit das auch auf dem Lande steinerne Kirchen erbaut worden sind.

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Blick in die Geschichte

Zu dem anschließenden kleinen Festakt hieß Gregor Sauer unter den Besuchern auch Bürgermeister Robert Melber (Aub) und Tino Wagner vom Archtitekturbüro Wtj Plan 3 sowie die Vorstandschaft des Freundeskreises Kunigundenkapelle mit Manfred Deppisch an der Spitze, willkommen. In seinen Ausführungen erinnerte der Geistliche daran, dass im Jahr 2010 die Bucher Kirchenverwaltung den Beschluss gefasst hat, die Dachdeckung der Kapelle zu sanieren um das Dach wieder dicht zu bekommen. In einem zweiten Bauabschnitt wird im Inneren des Gebäudes eine Treppe eingebaut über die sich auch der Zustand des Daches leichter kontrollieren lässt.

Rückblickend zeigte der Pfarrer die jahrelangen Bemühungen auf, die in Zusammenarbeit mit Architekt Felix Tannenberg und den beteiligten Ämtern und Behörden unternommen wurden, um eine Finanzierung für die  geplanten Maßnahmen auf die Beine zu stellen. Kurz vor Beginn der Arbeiten im Spätherbst des Vorjahres kam die mit Kosten in Höhe von etwa 270 000 Euro veranschlagte Baumaßnahme ins stocken. Auslöser dafür war die Finanzkrise der Diözese Würzburg. Diese hatte den ursprünglichen Zuschuss von 130 000 Euro auf zunächst 48 000 Euro gekürzt. Mittlerweile wurden 50 000 Euro zugesagt.

Dank für die Förderung

Die Pfarrgemeinde Buch trägt zu der Dachsanierung 41 000 Euro bei und 10 000 Euro schießt der Freundeskreis Kunigundenkapelle zu. Weitere Förderungen gibt es vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, von der Bayerischen Landesstiftung, von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Sparkassenstiftung und von Spendern.

Der Dank des Geistlichen galt dem Kreistag des Landkreis Würzburg der  12 000 Euro beisteuert. Mit dem Zuschuss honoriert der Landkreis die Bereitschaft der Stadt Aub, 4400 Euro zur Verfügung zu stellen und der Gemeinde Bieberehren die sich mit  6600 Euro an der Finanzierung beteiligt.

Das Beste für Kapelle

Kurz ging Pfarrer Sauer auf die Unstimmigkeiten ein die durch die Frage enstanden sind, ob die Eindeckung mit historischen oder neuen Ziegeln erfolgen soll. „Mir ist ganz wichtig zu betonen, dass jeder der Beteiligten, Kirchenverwaltung, Architekt und die Ämter dabei so handelten und argumentierten, wie es ihnen ihr Gewissen ehrlich befohlen hatte“, sagte der Geistliche. Alle hätten nur ein Ziel gehabt: „Das Beste für die Kunigundenkapelle zu erreichen.“

Mitglied des Landtages (Mdl) Manfred Ländern, der sich ebenso wie Landrat Eberhard Nuß für die Eindeckung mit historischen Ziegeln stark gemacht hat, dankte vorrangig allen die sich für den Erhalt des „Bauwerks das von Jahrhunderten erzählt“ in vielfältiger Weise einsetzen.

„Historische Sachen sollen auch mit historischen Teilen wiederhergestellt werden“, meinte Bieberehrens Bürgermeister Engelbert Zobel. In seinen Worten mit denen er seine Freude über den Abschluss der Arbeiten ausdrückt, lässt er keinen Zweifel an der Entscheidung das Dach des altehrwürdigen Gemäuers mit alten Ziegeln einzudecken.   

Kirchenpfleger Manfred Deppisch verabschiedet

Aus seinem Amt als Kirchenpfleger wurde Manfred Deppisch verabschiedet. Pfarrer Gregor Sauer der im Anschluss an den Gottesdienst am Pfingstmontag vor der Kunigundenkapelle in Buch die Verabschiedung vornahm, würdigte die Verdienste die sich der Bucher nicht zuletzt um den Erhalt und die Betreuung des legendären Gemäuers erworben hat.

Manfred Deppisch stand seit 2007 an der Spitze der Bucher Kirchenverwaltung die aufgrund von fehlenden Kandidaten bei den Neuwahlen, seit einigen Monaten kommissarisch geführt wird. In seiner Amtszeit, hat nach den Worten des Geistlichen, der Kirchenpfleger alle Aufgaben mit großer Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit erfüllt. Und vor allem, so Gregor Sauer ,“viel Leidenschaft für die Kuni entwickelt“.

Neben der Organisation der Besuchsdienste war er stets bereit, für Ausflügler die Kapelle zu öffnen und Führungen zu veranstalten. Ebenso wie er sich für das jährlich stattfindende Kunigundenfest eingesetzt hat. Mit Weitblick auf die anstehende Sanierung des Gebäudes ,setzte Manfred Deppisch die Idee, den „Freundeskreis Kunigunde“ als Förderverein ins Leben zu rufen, in die Tat um. In dem Verein fungiert Manfred Deppisch seit der Gründung im Jahre 2011 als Vorsitzender.

Dem Dank des Geistlichen schloss sich von Seiten der Kirchenverwaltung Klaus Deppisch an.

Ständerle für den Bürgermeister

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Zum Geburtstag ihres Bürgermeister Robert Melber spielte die MGBB ihm ein Ständchen. Im Anschluss lud er die Musiker ins Schützenhaus zum Essen ein. Die Musiker und Vorstandschaft der MGBB gratulieren ihm herzlich und wünschen ihm alles Gute und viel Gesundheit.

Kommunion in Burgerroth

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Mit Jesus verbunden“ – unter diesem Motto feierten die Kommunionkinder Theresa Neckermann, Jakob Langer, Marlon Weber, Lena Kletzander, Anton Metzger und Roman Ehrmann aus den Pfarrgemeinden Aub, Baldersheim und Burgerroth gemeinsam ihre Erstkommunion mit Pfarrer Sauer. Nach vielen Jahren konnte endlich wieder einmal ein weißer Sonntag in der St. Andreas Kirche in Burgerroth gefeiert werden. Die kleine Kirche bot den passenden, festlichen Rahmen um einen wunderschönen Gottesdienst zu feiern. Die Musikgemeinschaft begleitete die Kommunionkinder zur Kirche und spielte ihnen im Anschluss an den Gottesdienst ein Ständchen.

Maibaum

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Auch dieses Jahr zog die Musikgemeinschaft mit dem Maibaum zum Kornmarkt. Nach dem Aufstellen spielten erst die Flötenkinder einige Lieder. Die Musikgemeinschaft unterhielt die zahlreichen Gäste bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Einladung zum Reichelsburgfest

Vom 21.06. – 23.06.2019
auf der historischen Reichelsburg in Baldersheim

Auch dieses Jahr findet in Baldersheim bei Aub wieder das historische Reichelsburgfest auf der Burgruine der Reichelsburg statt. Erleben Sie dieses in Franken einzigartige Ereignis auf der Reichelsburg, die romantisch in das wunderschöne Gollachtal eingebettet im Auber Wald liegt und bestaunen Sie die historischen Gewänder des Truchsess von Baldersheim und seines Gefolges.

Freitag, 21. Juni

Eröffnet wird das Fest am Freitagabend mit Disco und Skatepunk. Mit heißer Disko-Musik von den DJs Macx & Kalla wird im Burghof die Nacht zum Tag gemacht und unter freiem Himmel abgefeiert. Nach längerer Zeit spielt auch wieder eine Band auf der Burg. Hazel The Nut schenken euch neben Augenzwinkern und einem Lächeln die volle Ladung Pop-Punk. Ein Muss für jeden Fan vom Soundtrack zu American Pie und kalifornischen Klängen.

Samstag, 22. Juni

Am Samstagabend übernehmen der Truchseß und seine Burgfrau, die Schlüssel der Burg. Als besondere Attraktion gibt es in diesem Jahr den schon legendären Ritterschmaus. Eine ganze Sau wird vor Ihren Augen frisch gegrillt. Für die musikalische Unterhaltung auf der Burg sorgt dieses Jahr die Winzerkapelle Beckstein. Um ca. 20:00 Uhr bekommt der Truchseß durch den Bürgermeister der Stadt Aub für den Zeitraum des Festes die Schlüssel der Burg überreicht.

Sonntag, 23.Juni

Der Sonntag beginnt um 10.30 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst auf der Burg. Nach dem Gottesdienst sind alle herzlich zum Fränkischen Hochzeitsessen eingeladen. Die Gelchsheimer Musikanten sorgen für die musikalische Umrahmung.
Die Kinder des Baldersheimer Kindergartens führen um 12:30 Uhr einen Tanz auf.
Um 14:30 Uhr zeigen die Jugendkapelle Gelchsheim-Baldersheim-Gaukönigshofen und die Bläserklassen der Grundschule Aub ihr musikalisches Können.
Am Nachmittag wird erstmals die Blaskapelle Gattenhofen für Unterhaltung auf der Reichelsburg sorgen. Das Fest wird dann ab 19:00 Uhr mit dem Rhön-Quartett und „Blasmusik pur“ seinen musikalischen Abschluss finden.
Den ganzen Sonntag wird es eine Kinderbetreuung mit Spiel und Spaß für die Kinder geben. Der Turm der Reichelsburg wird am Sonntag für die Besucher des Festes geöffnet sein. Hier können Sie die unvergleichliche Atmosphäre der Burg und des umliegenden Wald besonders genießen.

Bei schlechtem Wetter wird der Burghof mit Zelten überdacht sein.

Für Festbesucher, die den Berg zu Fuß nicht ersteigen können, wird es am Samstag und Sonntag einen Taxiservice vom Parkplatz im Gollachtal hoch auf die Reichelsburg geben.

Der Truchseß und seine Burgfrau wünschen Ihnen ein unvergessliches Wochenende in Baldersheim und freuen sich darauf Sie persönlich auf der Reichelsburg begrüßen zu dürfen.

Markusprozession

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Die Markusprozession ist ursprünglich eine heidnische römische Stadtprozession gewesen um die Götter gnädig zu stimmen. Als das Christentum Staatsreligion wurde, wandelten sich oft die heidnischen Bräuche in christliche. Die Bittgänge entstanden und hatten nun als zentrales Thema Gott um ein gutes Gedeihen der Felder und Fluren zu bitten. Zufälligerweise fiel der Tag der alten Stadtprozession auf den Gedenktag des Hl. Markus, so dass sie nun den Namen dieses wichtigen Heiligen erhielt und so in das Brauchtum des Abendlandes einging.

Osterweckruf

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Am Ostersonntag fand der traditionelle Osterweckruf der MGBB statt. Eine Tradition die von „jung und alt“ im Musikverein gelebt wird. Um 6 Uhr wurde an der ersten Station musikalisch gestartet. Im Anschluss gab es ein Weißwurst-Frühstück bzw. Kaffee und Kuchen.

Rumpelkinder unterwegs

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Pünktlich um 6 Uhr am Karfreitag starteten die Rumpelkinder mit ihren Rumpelkästen, um die Glocken zu ersetzen. In Baldersheim ist es Tradition, dass in einheitlichem Takt gerumpelt wird. Zehn mal am Karfreitag und drei mal am Samstag begaben sich die Kinder auf den Weg durchs Dorf.

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