Herbstkonzert 2018 – Eine musikalische Reise in die Welt

Eine musikalische Reise um die Welt bot die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth den Gästen des Herbstkonzertes. Die Musikstücke führten das Publikum nach Ungarn, Spanien, Amerika und Tokio, zwischendurch aber immer wieder auch mit neuen Märschen und Polkas zurück ins heimatliche Baldersheim.
Unter Leitung von Joachim Wendel führte nach dem Opening die musikalische Reise nach Ungarn. Mit rassigen Csárdás-Klängen entführte die Kapelle das Publikum musikalisch in die Pusta, um es sich gleich darauf in Spanien wiederfinden zu lassen. Mit “Oye Como Va” spielte die Kapelle ein Latin Rock-Stück, das durch den Gitarrenvirtuosen Carlos Santana bekannt geworden ist.

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Mit einem Medley “The Best of Beatles”, einer Zusammenstellung bekannter Lieder wie “Eight Days a Week”, Help” oder “Obladi, Oblada” dachte die Kapelle ihr Konzert zu beenden. Mit heftigem Applaus forderten die Gäste aber Zugaben, so dass die Kapelle mehrfach nachlegen musste.
Das Konzert nahm die Musikkapelle zum Anlass, sich bei treuen Musikanten für deren Engagement zu bedanken. So gab es Ehrenurkunden und Ehrennadeln aus den Händen der stellvertretenden Vorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes, Martina Schmidt, für Maria Hofmann (Piccolo/Querflöte), die seit zwanzig Jahren musiziert, für die Moderatorin des Abends Barbara Langer, die seit 25 Jahren aktiv Musik macht, sowie für Mathias Bach (Tenor Saxophon), Edith Derks (Tenorhorn) und den Tubisten Bernd Geißendörfer. Alle drei gehören der Musikkapelle seit dreißig Jahren an.

Musikalischer Frühlingsbeginn

Anstelle des in früheren Jahren üblichen Herbstkonzertes hatte die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth diesmal zu einem Frühjahrskonzert eingeladen. „Mit Blasmusik in den Frühling“ war das Motto, zu dem Vereinsvorsitzender Michael Flury Musikfreunde von nah und fern in der festlich geschmückten Halle von Michael Neckermann begrüßen konnte.

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Den ersten Teil des Konzertprogrammes gestalteten die Musikanten der Jugendkapelle. Unter Leitung ihres Dirigenten Johann Wolpold spielten sich die Jugendlichen aus Baldersheim, Eichelsee, Gaukönigshofen, Gelchsheim, Rittershausen und Wolkshausen mit Stücken aus Beauty and the Beast, Forrest Gump, Jurassic Park in die Herzen des Publikums. Angeleitet von Theresa Liebenstein bewiesen vier Flötenkinder vor großem Publikum den Mut zu zeigen, was man in einem halben Jahr Musikschule bereits alles spielen kann. Das große Ensemble der Musikgemeinschaft nahm das Thema James Bond auf. In vier Sätzen kam eine ganze Suite aus Melodien der James-Bond-Filme zur Aufführung.

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Weiter bewies die von Joachim Wendel dirigierte Kapelle mit einem Arrangement aus Michael Jacksons Werken, sowie Walzer- und Polka-Stücken ihre Vielseitigkeit und verabschiedete sich mit dem Frankenland-Marsch von ihrem Publikum, das bei den Auftritten beider Kapellen mit Applaus nicht geizte.

Als Moderatorin führte Carolin Knopf durch den Konzertabend.

Viele Ehrungen beim Konzert

Auf der Tagesordnung des Frühlingskonzertes der Musikkapelle Baldersheim-Burgerroth standen auch Auszeichnungen für verdiente Musikantinnen und Musikanten, die schon seit Jahrzehnten der Kapelle die Treue halten und aktiv musizieren.

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So konnte Christina Geißendörfer für 20 Jahre aktives Musizieren eine silberne Nadel und eine Urkunde aus den Händen von Markus Schenk und Martina Schmidt als Vertreter des Nordbayerischen Musikbundes entgegennehmen.

Silberne Ehrennadeln gab es auch für Michael Flury, Thorsten Knopf, Nicole Lörner, Kathrin Reuß und Thomas Körner. Seit einem Vierteljahrhundert sind sie in der Musikkapelle musikalisch aktiv.

Seit 40 Jahren sind Lioba Kinzinger und Josef Hoos als aktive Musikanten mit dabei. Für sie gab es Ehrennadeln in Gold nebst einer Urkunde.

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Schon seit sechs Jahrzehnten gehört Alois Engert zur Musikkapelle Baldersheim-Burgerroth und ist auch nach so langer Zeit nicht musikmüde. Noch heute ist er der erste bei den Musikproben, lobte ihn der Vorsitzende.

Auch er erhielt eine besondere goldene Ehrennadel zusammen mit einer Urkunde.

Herbstkonzert Ehrungen

Auszeichnungen für treue Musiker: Die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth ehrte (vorne von links): Charlotte Kraft, Martina Wagenpfahl, Stefanie Borst, Carolin Hoos, Edith Derks und Otto Haaf. Hintere Reihe: Martina Schmidt, Bernd Geißendörfer, Walter Flury und Matthias Bach

Ein Konzert mit zahlreichen Gästen ist für eine Musikkapelle stets auch der passende Rahmen für Ehrungen. So handhabte es auch die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth am Samstag beim Herbstkonzert.
Aus den Händen von Martina Schmidt, die als stellvertretende Vorsitzende
den Kreisverband des Nordbayerischen Musikbundes repräsentierte, durften Stefanie Borst, Charlotte Kraft, Carolin Hoos und Martina Wagenpfahl die Glückwünsche für zehnjähriges aktives Musizieren entgegennehmen. Silberne Anstecknadeln und Urkunden gab’s für Matthias Bach, Edith Derks und den Vereinsvorsitzenden Bernd Geißendörfer für 25 Jahre aktives Musizieren.
Schon seit 40 Jahren hat Walter Flury Spaß und Freude daran, ein Musikinstrument zu spielen. Er nahm dafür die goldene Ehrennadel und eine Urkunde entgegen.
Mit Otto Haaf steht ein Urgestein der Baldersheimer Musikkapelle seit 50 Jahren auf der Bühne. Als einen „Vater unseres Vereins“ bezeichnete ihn der aktuelle Vereinsvorsitzende Bernd Geißendörfer, der von Haaf selbst zur Musikkapelle gebracht wurde. Haaf war 1972 der Mitbegründer der Baldersheimer Jugendkapelle und 1975 des Musikvereins und durfte 1981 die Musika-Plakette des Bundespräsidenten entgegennehmen.
„Viele von uns Musikern würden ohne Dich nicht auf der Bühne sitzen,“ lobte Geißendörfer.
Ferner wisse jedes Kind im Dorf, dass Otto Haaf der Truchsess von Baldersheim sei. Seit 1996 begrüßt Haaf in der Rolle des Truchsess die Besucher des jährlichen Reichelsburgfestes auf der Burgruine. Der Vorsitzende bedankte sich bei Haaf nicht nur mit einem Handschlag, sondern überreichte ihm ein Ölgemälde, das ihn in der Rolle des Truchsess vor der Burgruine zeigt.
Haaf bedankte sich mit bewegenden Worten für die Auszeichnung und erinnerte aber auch an seine vielen Weggefährten, ohne die er die Ziele für die Musikkapelle nicht hätte erreichen können.

Herbstkonzert

Musik im Bademantel: Dirigent Joachim Wendel erinnerte mit dem markanten Kleidungsstück an Udo Jürgens.

Wenn Filmmusik aus Wildwestfilmen im Wechsel mit Simon and Garfunkels „Sound of Silence“, dem Frankenlandmarsch oder der Lottchen-Polka erklingen, wenn der Dirigent zu einem Potpourri von Udo-Jürgens-Liedern in Erinnerung an den verstorbenen Liedermacher im Bademantel dirigiert, kann das Konzert nur in der Michael-Neckermann-Festhalle in Baldersheim stattfinden.
Dirigiert von Joachim Wendel gab sich die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth ein Stelldichein mit der von Michael Hümpfner dirigierten Jugendkapelle Gelchsheim-Baldersheim-Gaukönigshofen. Die beiden Kapellen brachten sowohl volkstümliche, als auch konzertante Stücke zu Gehör.
Den ersten Teil des Konzertabends bestritten die rund 25 jugendlichen Musikanten, die unter anderem Stücke aus Andrew Lloyd Webers Rockoper „Don’t Cry For Me Argentina“ oder „Cats“ intonierten.
Nach den Ehrungen und der Pause gestaltete die Erwachsenenkapelle den zweiten Teil des Abends. Beide Kapellen wurden vom Publikum mit heftigem Applaus zu mehreren Zugaben animiert.

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Der Abend war aber auch ein Stelldichein aktueller und ehemaliger Dirigenten der Baldersheimer Musikkapelle. Als Kreisdirigent aus dem Landkreis Kitzingen saß der Baldersheimer Ehrendirigent Siegfried Graf, der zwölf Jahre lang die Kapelle leitete, im Publikum.
Auch Sebastian Mark, der in jugendlichem Alter schon die Leitung der ersten Yamaha-Bläserklasse in Baldersheim übernommen hatte und die Leitung der Jugendkapelle aus beruflichen Gründen aufgeben musste, war an den Ort seines langjährigen Wirkens zurückgekehrt.
Schon im Jahr 2002 hatte er Pionierarbeit geleistet und diese Art der Jugendausbildung in den Musikkapellen in Baldersheim initiiert.
Bernd Geißendörfer, der Vorsitzende der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth, verabschiedete Mark mit der Bestätigung: „Du hattest das richtige Gespür und das richtige Händchen für deine Musiker.“
Durch den musikalischen Teil des Abends führte als charmante Moderatorin Stefanie Borst.

Genussvolles Herbstkonzert der Musikgemeinschaft

Einen musikalischen Abend zum Genießen, gestaltet von gleich zwei verschiedenen Orchestern, die jedes für sich Begeisterung auslösten, eine Uraufführung eines vom Dirigenten Thomas Hümpfner selbst komponierten Stückes, dazu den ersten öffentlichen Auftritt der Flötenkindergruppe und eine Reihe von Ehrungen durften die Gäste des Herbstkonzertes der Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth in der Michael-Neckermann-Halle erleben. Kein Wunder, dass die Rufe nach Zugabe beide Orchester zur Verlängerung ihres Auftrittes auf der Bühne hielten.
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Erst seit zwei Monaten übte das Jugendorchester der Baldersheimer Musikanten zusammen mit den Gaukids aus Gaukönigshofen. In dieser kurzen Zeit studierten die jungen Musikanten nicht nur ein Programm für das Konzert ein, sondern wagte auch den Auftritt beim Wertungsspiel in Iphofen, wo es mit sehr gutem Erfolg abschließen konnte.
Gleichzeitig war der Auftritt des Jugendorchesters beim Herbstkonzert in Baldersheim aber auch der letzte Auftritt in dieser Formation. Von Sebastian Mark dirigiert führte das junge Orchester Filmmelodien wie die Titelmusik der Rockyfilme „Eye of the Tiger“, aus Fluch der Karibik und Grease auf, spielte Melodien der Gruppen Earth, Wind and Fire sowie der Beatles.

Angeleitet und begleitet von Carolin Hoos spielten die drei Kinder der Flötengruppe 2012, Leni Kleinschroth, Johannes Ehrmann und Marlin Pfeuffer, jeweils ein Stück vor großem Publikum. Tapfer bewältigten sie nicht nur die große Aufregung sondern auch ihre Musikstücke und strahlten anschließend über den Applaus, den es dafür reichlich gab.
Mit einer Reise durch Europa gestaltete das von Thomas Hümpfner dirigierte große Orchester den zweiten Teil des Abends. Von Belgien mit dem Stück „Arsenal“ von Jan Van der Roost, führte die Reise zum windgepeitschten Berg Pilatus in der Schweiz, dem „Mountain of Dragons“, der musikalisch vorgestellt wurde bis zu den melancholischen Melodien der irischen „Kilkenny Rhapsody“. Böhmische Blasmusik stand mit der Aha-Polka und dem Festival der Blasmusik auf dem Programm ehe der Konzertmarsch „Salemonia“ zum Schloss- und Seefest nach Salem am Bodensee führte.
Höhepunkt des zweiten Teils war aber das Stück „Gedanken an zu Hause,“ aus der Feder des Dirigenten Thomas Hümpfner, das an diesem Abend zum ersten Mal in der Öffentlichkeit erklang. Mit seiner Melodie wollte er die widersprüchlichen Gedanken an zu Hause, von freudigem Erwarten der Heimkehr in Dur bis zur Heimwehmelancholie im Moll zu Gehör bringen und verlangte mit dem Wechsel der verschiedenen Tonarten seinem Orchester alles ab. Begeisterter Applaus zeigte ihm, dass er mit seiner Komposition den Geschmack des Publikums getroffen hatte. Die Moderation hatte Isabel Wagenpfahl übernommen.

Musikanten ehren langjährige und erfolgreiche Mitglieder

Das Herbstkonzert nutzten die Baldersheimer Musikanten, um einige langjährige Aktive zu ehren. So überreichten Vorsitzender Bernd Geißendörfer und Martina Schmidt in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende des nordbayerischen Musikbundes (NBMB) an Christian Düll und Kevin Schmitt bronzene Nadeln und Ehrenurkunden für zehn Jahre Musizieren.
Sebastian Mark erhielt die bronzene Dirigentennadel für zehn Jahre als Dirigent. 20 Jahre als Musikanten sind Michael Flury, Thorsten Knopf, Thomas Körner, Barbara Langer und Katrin Reuß dabei. Sie bekamen Urkunden und silberne Ehrennadeln. Seit 30 Jahren musiziert Florian Derks, der sich auch um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Auf gar 50 Jahre als Musikant blickt Alois Engert zurück. Geißendörfer lobte ihn als zuverlässigen Musiker, der jede Probe besucht.
Daneben freute sich der Vorsitzende, an die junge Musikantin Rebecca Hoos das Leistungsabzeichen D1 in Bronze überreichen zu können. Sie hatte ihre Prüfung erst wenige Stunden vor dem Konzert bestanden. Das Leistungsabzeichen D3 in Gold überreichte Geißendörfer an seine „Goldmädchen“ Carolin Hoos und Christina Geißendörfer. Viele Stunden hatten sie geprobt, um die schwere NBMB-Prüfung im Sommer in Hammelburg zu bestehen.

MGBB liefert ein begeisterndes Herbstkonzert ab

Wow! Was für ein Konzertabend! Was kann diese Musikkapelle eigentlich nicht. Vor kurzem erst erspielten sie sich beim Jubiläum des Nordbayerischen Musikbundes einen hervorragenden zweiten Platz. Am Wochenende boten sie ein Konzert, das die Zuhörer zu wahren Beifallsstürmen hinriss.

Da war nicht nur schmissige Marschmusik dabei, schwungvolle Polkas, Popmusik, Filmmusik, auch mit zwei echten Uraufführungen konnten die Baldersheimer aufwarten und für einen Ausflug in die Welt der Klassik hatten sie die Maschinenhalle von Michael Neckermann kurzerhand in ein Opernhaus verwandelt und sogar eine Opernsängerin auf die Bühne gebracht.
Im ersten Teil des Herbstkonzerts bewies das rund zwanzigköpfige Jugendorchester, dirigiert von Sebastian Mark, dass es längst erwachsen geworden ist und auch schon alleine eine Halle voller Menschen unterhalten kann. Nach ihrer Festival-Ouvertüre und dem Stück „Adele in Concert“ wechselten sie zu James Bond. In vier Sätzen Filmmusik von der James-Bond-Erkennungsmelodie bis zu Goldfinger führten sie die Erkennungsmelodien der bekannten Filme auf.
Anschließend machten die Jugendlichen ihr Versprechen wahr, die Halle rocken zu lassen. Mit Rockklassikern wie „Smoke on the Water“, „Knock on Wood“, „Eye of the Tiger“ und „Verdamp lang her“ brachten sie bekannte Rhythmen in die Halle. Dass die Baldersheimer ihre Jugendkapelle lieben, bewiesen an dieser Stelle die ersten Rufe nach Zugabe.

Vor der Pause hatten auch die Flötenkinder 2011 von Christina Geißendörfer ihren ersten Auftritt vor großem Publikum. Von Nervosität war allerdings wenig zu spüren, als die drei Mädchen und ein Junge vor voll besetzter Halle einige Stücke spielten. Sie machten ihre Sache gut und als die vielen Leute in der Halle applaudierten, strahlten sie um die Wette.
Nach der Pause bewies das von Thomas Hümpfner dirigierte Orchester, dass es den Pokal beim Wertungsspielen verdient erhalten hat. Zwei der drei Stücke vom Wertungsspielen, der „Von-der-Tann-Marsch“ von Andreas Hager und der Walzer „Mein Augenstern“ von Toni Scholl gehörten zum Programm. Mit „Malaguenas“ kam kubanisches Temperament auf die Bühne und mit „Abba Gold“ intonierte die Kapelle einige der schönsten Melodien der schwedischen Popgruppe.

Mit einem Stück aus Georg Friedrich Händels Oper „Rinaldo“ wagte die Kapelle einen Abstecher in die Klassik. Als dann auch noch die Sängerin Judith Beifuß aus Estenfeld die Bühne betrat und die Opernarie mitsang, wurden erneut Rufe nach Zugabe laut, die auch gerne gewährt wurde.

Dirigent Thomas Hümpfner fordert sein Orchester und die Musiker waren bereit, sich darauf einzulassen. Welche Kapelle kann schon von sich behaupten, einen Komponisten in den eigenen Reihen zu haben. Eine echte Uraufführung, das erste eigene Werk eines Komponisten, das noch nirgendwo sonst gespielt wurde, bekam das Publikum in Baldersheim zu hören.
Der junge Tubist Fabian Neckermann hatte in Erinnerung an seine Oma Theres eine schwungvolle Polka geschrieben. Sein Stück „Schöne Erinnerungen“, das er natürlich selbst dirigierte, fand sofort Anklang bei den Zuhörern und erhielt begeisterten Applaus.
Mit einer weiteren Uraufführung, dem Reichelsburgmarsch, als Erkennungsmelodie von Dirigent Thomas Hümpfner für seine Kapelle komponiert, wollte sich das Orchester verabschieden. Doch begeisterter Applaus und Rufe nach Zugabe forderten Verlängerung. So hatte die Kapelle noch Gelegenheit, auch das dritte Stück aus den Wertungsspielen, die „Rekrutenpolka“ eine mährische Polka, aufzuführen. Als weitere Zugabe gab’s zum Abschluss noch den Frankenlandmarsch.
Als Moderatorin führte Carolin Knopf bei ihrem Debüt in dieser Rolle charmant durch den Abend.

Abzeichen, Nadeln und Urkunden für verdiente Musikanten

Frisch von der Leistungsprüfung, die sie nur wenige Stunden vorher abgelegt hatten, kamen einige der jungen Musikantinnen und Musikanten zum Herbstkonzert und durften vor großem Publikum ihre Leistungsabzeichen entgegennehmen. Patricia Wagenpfahl, Emily Deppisch, Christina Geißendörfer, Lorenz Igers erhielten aus den Händen von Markus Schenk, dem stellvertretendem Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes, ihr bronzenes Leistungsabzeichen D1. Das silberne Leistungsabzeichen D 2 dürfen sich künftig Christina Geißendörfer und Paul Metzger ans Revers stecken.
Im Rahmen des Herbstkonzertes gab es aber auch Anstecknadeln und Urkunden für treue Musikanten. So sind die Jungmusikanten der ersten Yamaha-Bläserklasse aus dem Jahr 2002, Lena Deppisch, Nadine Deppisch, Isabel Wagenpfahl, Thomas Wagenpfahl, Philip Wagenpfahl, Johannes Kinzinger, Fabian Neckermann, Karl Nestmeier und Patrik Neckermann nach zehn Jahren zu wichtigen Stützen der Kapelle geworden.
Drei Musiker sind seit der Gründung der Kapelle in ihrer derzeitigen Form im Jahr 1972 mit dabei. Als Musiker der ersten Stunde Paul Metzger, Michael Neckermann und Werner Flury seit 40 Jahren aktive Musikanten. Dafür gab es aus den Händen des stellvertretenden Kreisvorsitzenden die goldene Ehrennadel mit Diamanten sowie eine Urkunde.
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Herbstkonzert – Drei Orchester auf der Bühne

Manches war anders dieses Jahr beim schon zur Tradition gewordenen Herbstkonzert der Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth. Der Bühnenaufbau in der Michael-Neckermann-Festhalle war anderes, im Gegensatz zu den Vorjahren standen in diesem Jahr nicht nur zwei, sondern gleich drei Orchester auf der Bühne und ein neues Gesicht stand vor den Musikern auf der Bühne: der neue Dirigent Thomas Hümpfner.

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Den ersten Teil des Konzertes bestritten gleich zwei Jugendorchester: das von Sebastian Mark dirigierte Jugendorchester Baldersheim und die von Thomas Hümpfner ausgebildete und betreute Bläsergruppe der Grundschule auf, an der sich junge Musikantinnen und Musikanten aus Aub, Baldersheim, Gelchsheim und Oellingen beteiligen.  

Filmmusik war Trumpf beim ersten Teil des Konzertes, den das Jugendorchester mit dem von Frank Sullivan komponierten Stück „Eye of the tiger“ aus dem Boxerfilm „Rocky III“ eröffnete. Bis zum letzten Biss ging es weiter mit Musik aus dem Film „Tanz der Vampire“. Mit steigendem Tempo und zunehmender Dramatik kam aus dem Film „Herr der Ringe – die zwei Türme“ Gandalfs Kampf mit dem Ballrog auf die Bühne in Baldersheim. Die speziellen Sonnenbrillen gehörten selbstverständlich dazu, als zum Abschluss des ersten Blocks Stücke aus „The Blues Brothers Revue“ zur Aufführung kam. Danach ging’s noch in die Verlängerung, denn ohne Zugabe durfte das junge Baldersheimer Orchester die Bühne nicht verlassen.  

Nach einigen Ehrungen gehörte die Bühne den Jüngsten, der Bläsergruppe der Grundschule. Seit September spielen die Jungen und Mädchen zusammen. Seit 2009 bilden vier Musikkapellen in Zusammenarbeit mit der Auber Grundschule ihre Nachwuchsmusikanten gemeinsam aus. Diese waren schon sehr aufgeregt, als sie endlich zeigen durften , was sie in den vergangenen Wochen gelernt hatten. Mit einigen Stücken wie „School-Spirit“ oder dem „Banana-Boat“ überzeugten die Jüngsten und mussten ebenfalls erst noch eine Zugabe abliefern, bevor sie wieder zu ihren Eltern zurück ins Publikum durften.  

„Da entsteht was,“ kommentierte Bernd Geißendörfer, der Vorsitzende der Baldersheimer Musikkapelle und versprach: „Die kommen im nächsten Jahr wieder!“  

Mit einem Paukenschlag übernahm nach der Pause das große Orchester die Bühne. Erheblich stimmgewaltiger, schon aufgrund der Anzahl der Instrumente, die sie auf die Bühne brachte, präsentierte sich die Kapelle unter ihrem neuen Dirigenten und einem Stück aus dem Film „Air Force One“. Weiter ging es mit der heimlichen Nationalhymne Österreichs, dem Walzer „an der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß. Vom Walzertakt zum Konzertmarsch: richtig schmissig wurde es mit Alexander Pflugers „Abel Tasman“ zur Erinnerung an den holländischen Seefahrer. Von Oper bis zum Hardrock ging es weiter mit der „Bohemian Rhapsody“, einst aufgenommen von der Kult-Band „Queen“, jetzt intoniert von der Baldersheimer Kapelle. Über einem rumänischen Stück der Sängerin Alexandra Stan, „Mr. Saxobeat“, ging es weiter zu den Hergolstaler Musikanten und dem von Klaus Rustler und Rudi Fischer komponierten „böhmisches Temperament. Wenn die Musiker dachten, mit der abschließenden Polka „ein halbes Jahrhundert“ das Konzert beenden zu können, hatten sie nicht mit der Begeisterung des Publikums gerechnet. Erst nach wiederholter Zugabe und dem Abba-Hit „Thank you for the music“ durften sie ihre Instrumente einpacken und das Konzert beenden.

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Rosen für den Dirigenten

Für Dirigent Siegfried Graf war das Herbstkonzert der Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth in der herbstlich geschmückten Neckermann-Halle zugleich sein Abschiedskonzert in Baldersheim. Graf, der 16 Jahre lang die Kapelle geleitet hatte, hört zum Jahresende als Dirigent in Baldersheim auf.  

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Mit vielen Lobes- und Dankesworten verabschiedeten die Baldersheimer ihren „Siggi“. Rote Rosen überreichten ihm die Mädchen der Kapelle zum Abschied. Ihm war in den vergangenen 16 Jahren Baldersheim zur musikalischen Heimat geworden. Er war verantwortlich für die Herbstkonzerte, bei denen die Kapelle ihr Können unter Beweis stellte. Graf hatte die Kapelle erfolgreich zu Wertungsspielen gebracht.In seiner Zeit wurden mehrere Bläserklassen ausgebildet und großen Wert auf die Jugendarbeit gelegt. Unvergessen sind den Musikanten auch die Jahresausflüge mit ihm und die vielen geselligen Stunden.

Die Kapelle bedankte sich bei Graf mit einem Abschiedsgeschenk, einer Skulptur als Kettensägearbeit in Form eines überdimensionalen Violinschlüssels und dem Versprechen, für ihn in Baldersheim immer „eine Türe offen zu halten“. Graf selbst bedankte sich für die lange, gute Zusammenarbeit mit einem Bild für das Musikheim. Mit kleinen Geschenken bedankte er sich auch bei den Musikern, die ihm die ganzen 16 Jahre über musikalisch die Treue gehalten haben und von der ersten Probe bis zum Schluss mit dabei waren.

Graf gibt aus persönlichen Gründen den Dirigentenstab in Baldersheim zum Jahresende ab. Wer sein Nachfolger am Dirigentenpult in Baldersheim wird, ist noch offen.

Herbstkonzert der Musikgemeinschaft

Es muss schon etwas Besonderes sein an den Herbstkonzerten der Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth, wenn beim Konzert die Neckermann-Halle bis auf den letzten Stuhl besetzt ist und wenn sogar Manfred Ländner in seiner Funktion als Präsident des Nordbayerischen Musikbundes in den tiefen Süden des Landkreises fährt, um sich das Konzert anzuhören.

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Immerhin rund 50 Musikerinnen und Musiker aller Altersklassen brachte die Blaskapelle auf die Bühne. Zum ersten Mal hatten die beiden Dirigenten Siegfried Graf und Sebastian Mark das Erwachsenenorchester und die Jugendblaskapelle für ein ganzes Konzert zu einem großen Orchester zusammengefasst. Eigens ein Probenwochenende hatten sie veranstaltet, um das Zusammenspiel zu üben und die Stücke einzustudieren.

In der festlich geschmückten Halle boten sie ihrem Publikum aus Baldersheim, Aub und Umgebung dann auch ein sehr abwechslungsreiches Programm. Da es das letzte Konzert unter dem scheidenden Dirigenten war, hatten die Baldersheimer die Stücke nach dem Motto „Best of 16 Jahre Siegfried Graf“ ausgewählt. Mit Intrada von Jan van Haan fand das Orchester gleich einen gelungenen Einstieg in ihr umfangreiches Programm, das wieder Karl Nestmeier moderierte.

Das Programm reichte dabei von einer Zusammenstellung aus Verdis schönsten Werken bis zu Michael Jackson, von Ernst Mosch und seinen Original Egerländern bis zum Stevie-Wonder-Medley, von Rudi Fischers „Böhmischer Frühling“ bis zu Musical-Melodien aus „Der König der Löwen“ und „Tarzan“. Einen Augen- und Ohrenschmaus besonderer Art bot die Kapelle mit Josef Bastings „Tuba-Stenz“, bei dem der junge Tubist Fabian Neckermann einen gelungenen Soloauftritt bot und viel Szenenapplaus erhielt.

Auch die Bläsergruppe der Grundschule, dirigiert von Sebastian Mark und Fabian Neckermann, erhielt Gelegenheit, ein paar Stücke aufzuführen und zeigte, dass sie mit ihren Instrumenten schon ganz ordentlich musizieren können.

Zum Ausstieg aus seiner Dirigententätigkeit in Baldersheim wollte sich Siggi Graf mit Cuno Graf von Moltkes „Des großen Kurfürsten Reitermarsch“ den Schlusspunkt setzten, musste aber mit seinem Orchester mit mehreren Zugaben noch in die Verlängerung.

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