Farbenpracht im Dauerregen

In einer etwas anderen Art und Weise ging in Aub in diesem Jahr das Aufstellen des Maibaumes von statten.
Zwar richteten auch dieses Jahr wieder die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr die stattliche Birke auf dem Marktplatz auf, doch war der Baum im Jubiläumsjahr der Stadt Aub ein Geschenk der Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth.
Der Dauerregen brachte zwar das vorgesehene Programm recht durcheinander – die durchnässte Musikkapelle Baldersheim/Burgerroth verzichtete auf ihren Auftritt und brachte den Baum ohne musikalische Begleitung nach Aub – doch zahlreiche Zuschauer verharrten trotz Dauerregen auf dem Marktplatz. Die Kinder des städtischen Kindergartens boten eine Tanzeinlage und zum Höhepunkt des Nachmittags führte die Schäfflertanzgruppe den überarbeiteten und modernisierten Schäfflertanz auf.

Salz und Brot für Tinker und Ponys

Baldersheim stand am Sonntag im Mittelpunkt der Pferdefreunde aus Nah und Fern. Zum zehnten Mal fand der St.-Georgs-Ritt statt, zu dem sich im Zweijahresturnus Reiter und Gespann-Fahrer treffen.

Der Heilige Georg ist nicht nur der Schutzpatron der Reiter und Kutschfahrer, sondern auch der Kirchenpatron der Baldersheimer Kirche.

Auch in diesem Jahr waren sie teilweise von weit hergekommen, die Reiter und Gespannfahrer mit ihren Pferden. Von großen Tinkerpferden bis zum Zwergpony waren zahlreiche Pferderassen zu sehen. Auch ein Eselsgespann nahm am Festzug teil. Reiter und Gespannfahrer in Tracht oder in historischen Kostümen, dazu die Musikkapellen aus der Umgebung, gaben dem Zug von Aub nach Baldersheim ein farbenprächtiges Gesicht.
Schon bei der Ankunft musste Organisator Hans Manger feststellen, dass neben den angemeldeten rund 150 Reitern und zahlreichen Gespannen 20 weitere Gruppen gekommen waren, um am Festzug teilzunehmen. Mit der Erfahrung aus den Veranstaltungen der vergangenen Jahre war es für die Organisatoren jedoch kein Problem, auch die nicht angemeldeten Zugteilnehmer in die Prozession einzufügen.
Hoch zu Ross führten die Geistlichen beider Konfessionen, Pfarrer Richard Tröge und Kaplan Gerd Greier, die Prozession an. Beginnend am Auber Stadtturm, über den historischen Marktplatz und durch die Auber Innenstadt ging es durch das Gollachtal vorbei an blühenden Bäumen, Hecken und Gärten, nach Baldersheim. Zahlreiche Schaulustige säumten die Straßen in Aub. Noch mehr Zuschauer standen am Baldersheimer Kornmarkt, dem Ziel des St.-Georgs-Rittes. Dort, zu Füßen der Skulptur des Heiligen Georg segneten die beiden Geistlichen Reiter und Pferde.
Dicht gedrängt standen Pferde und Zuschauer um den Kornmarkt. Die Zugteilnehmer nahmen aus den Händen von Männern und Frauen in Gautracht Erinnerungsschleifen entgegen. Für die Pferde gab es statt dessen alten Traditionen zu Folge Salz und Brot.
Die Freizeit-Reitergruppe Aub des Reit- und Fahrvereins Gelchsheim, die die Veranstaltung auch dieses Mal ausrichtete, hatte den Ablauf wieder gut organisiert, so dass es zu keinen größeren Pannen kam. Die Besucherströme wurden von Aktiven der Feuerwehren Aub und Baldersheim so gelenkt, dass der Festzug ungehindert und ungestört ablaufen konnte. Den gemütlichen Teil der Veranstaltung in der Festhalle Michael Neckermann gestaltete die Musikkapelle Baldersheim/Burgerroth.

Von Tuten und Blasen eine Ahnung

Neue Wege der musikalischen Erziehung für Jungmusikanten plant die Musikkapelle Schönderling unter der Leitung von Ute Beck. Darum hatte der Verein zu einem Nachmittag eingeladen, bei dem sich die Bläsergruppe aus Baldersheim bei Würzburg mit verschiedenen Musikstücken präsentierte.
Wenn auch der Besuch im Sportheim enttäuschend war, so konnten die Eltern und Kinder, die doch gekommen waren, zumindest einen intensiven Einblick in die geplante Ausbildung bekommen. Denn die Schönderlinger Kapelle möchte im Frühjahr diese Art der Ausbildung anbieten, wie sie in Baldersheim praktiziert wird. Und beim „Probespielen“ waren die Kinder sofort mit Feuereifer dabei.

In der Münchner U-Bahn aufgespielt

Mit Pauken und Trompeten wehrten sich die Opferbaumer Musikanten in München gegen die geplanten Kürzungen der Jugendarbeit von bis zu 30 Prozent. Dank musikalischer Nachbarschaftshilfe aus Baldersheim, Rimpar und Bergrheinfeld waren 16 Musiker dem Protestaufruf des Bayerischen Jugendrings gefolgt. Vorher hatten sie zusammen mit über 11 000 weiteren Teilnehmern auf dem Münchner Odeonsplatz gegen die angedrohten Kürzungen der Jugendarbeit demonstriert. „Eigentlich sollten wir eher den Trauermarsch spielen“, scherzte Matthias Wald angesichts der Überlegungen des bayerischen Kultusministeriums, bis zu 30 Prozent der Zuschüsse für die Jugendarbeit zu streichen. Wald, der auf dem Demonstrationszug und in der U-Bahn als provisorischer Dirigent fungierte, wies auf das Ausmaß hin: „Uns geht es bei der Teilnahme nicht ausschließlich um den Musikbereich: Auch Sportvereine und andere sind auf die Zuschüsse angewiesen.“ Den verdutzten Münchner Passagieren in der U-Bahn jedenfalls wird der unterfränkische Protest wohl in Erinnerung bleiben: Als Zugabe konnten sie das Stück „Grüße aus dem Egerland“ genießen.

65 Baldersheimer auf einer Bühne

Die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth hatte zu ihrem Herbstkonzert in die Festhalle Neckermann geladen. Unter den zahlreichen Zuschauern war neben einigen Stadt- und Kreisräten auch der Auber Bürgermeister Robert Melber.
Ein ganzes Wochenende haben sich die Musikanten unter der Leitung von Siegfried Graf zusammen gefunden, um für dieses Konzert zu üben. Dass die Mühe und die aufgewendete Zeit sich gelohnt haben, davon konnte sich jeder Zuhörer überzeugen.
Die Moderation des Abends übernahm Ina Heidschmidt. Sie stimmte auf die jeweiligen Stücke ein. Der erste Teil des Abends war bestimmt von Film- und Fernsehmusik. Hier reichte das Repertoire von der Titelmusik des Actionfilms „Mission Impossible“ bis hin zu „My heart will go on“ aus dem Titanic-Film.
Im Sommer nahm die Musikgemeinschaft am Wertungsspielen in Grafenreinfeld mit sehr gutem Erfolg in der Mittelstufe teil. An diesem Abend gaben die Musikerinnen und Musiker nochmals das Pflichtstück „Silver Creek Valley“ und die Kür „Spiritual Moments“ zum besten.
Weiter zeigten die Musiker, dass sie nicht nur zusammen gut musizieren, sondern auch sehr gute Solospieler haben. Besonders stolz sind die Baldersheimer hier auf den fast kompletten Satz Saxophone, der aus drei Alt-, einem Tenor- und einem Baritonsaxophon besteht. Stefanie Ulsamer, Andrea Flury, Sebastian Mark, Miquel Rodriguez und Matthias Bach stellten mit dem Stück „Sax-Quartett“ ihr Können unter Beweis.
Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Yamaha-Bläserklasse unter der Leitung von Anne Friedel, Sebastian Mark und Stefanie Ulsamer. Genau vor einem Jahr traten die jungen Musiker an gleicher Stelle zum ersten Mal öffentlich auf. Die Zuhörer staunten nicht schlecht, als die komplette Bläserklasse von hinten einmarschiert kam. Im Anschluss begeisterten sie ihr Publikum mit fetziger Musik. Zum krönenden Abschluss durften die kleinen zusammen mit den großen Musikern auftreten. „65 Baldersheimer Musiker auf einer Bühne, das sind ungefähr 15 Prozent der Einwohner“, bemerkte ein Bürger stolz.
Im zweiten Abschnitt verwöhnte die Musikgemeinschaft ihre Zuhörer mit bekannten Stücken der Blasmusik. Vom Schützenfest bis zum Böhmischen Traum reichte das Programm. Am Schluss gab es minutenlangen Applaus.

Herbstkonzert in der Festhalle

Eifriges Üben ist zurzeit bei der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth angesagt, denn sie lädt am Samstag, 15. November, zum Herbstkonzert ein. Ab 20 Uhr können sich die Besucher in der Festhalle Neckermann in Baldersheim vom abwechslungsreichen Programm verwöhnen lassen, das diesmal aus Film- und Musicalstücken sowie traditioneller Blasmusik besteht. Höhepunkt des Konzertes wird der Auftritt der Bläserklasse sein, die ihre Fortschritte im abgelaufenen Jahr zeigen will.

Bläserklassen gratulierten Manfred Ach

Die Bläserklassen aus Unterpleichfeld und Baldersheim unter der gemeinsamen Leitung von Dominik Thoma und Sebastian Mark spielten auf Einladung der Nordbayerischen Bläserjugend bei der Hauptversammlung des Nordbayerischen Musikbundes in Langensendelbach.
Dort wurde der Margetshöchheimer Landtagsabgeordnete Manfred Ach zum neuen Präsidenten des größten bayerischen Blasmusikverbandes gewählt. Manfred Ach tritt die Nachfolge von Dr. Adolf Eichenseer an, der den Verband über 20 Jahre lange geführt hat.
Dr. Eichenseer war sichtlich gerührt vom Auftritt der jungen Musikerinnen und Musiker, die einen langen Anfahrtsweg nach Langensendelbach in Kauf nehmen mussten.
„All die zahlreichen Abschiedsgeschenke, die ich heute erhalten habe, könnte ich mir theoretisch selber kaufen – der Auftritt der zwei Bläserklassen hingegen ist mit Geld nicht zu bezahlen“, so Eichenseer beim anschließenden Empfang im Beisein des neuen bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Thomas Goppel.
Die Bläserklassen der Musikkapellen aus Unterpleichfeld und Baldersheim hatten ihren großen Auftritt bei der Hauptversammlung des Nordbayerischen Musikbundes in Langensendelbach (Lkr. Forchheim). Der Margetshöchheimer Landtagsabgeordnete Manfred Ach wurde dort zum Präsidenten des NBMB gewählt

Blasmusik für Jung und Alt beim Musikantentreffen

Zum vierten Mal in Folge fand in Michelau das mittlerweile weit bekannte Steigerwälder Musikantentreffen statt. Unter dem Motto „Blasmusik für Jung und Alt“ lud die Heimatkapelle befreundete Kapellen für Sonntag, 14. September, in den Bauhof ein und bot dort den ganzen Tag ein abwechslungsreiches Programm.
Der Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Lorenz Zeitz wurde von der Pfarrband Nuntia und dem Gesangsverein Frohsinn Pfändhausen mitgestaltet. Um 14 Uhr stellten die Nachwuchsmusiker der Bläserklasse Baldersheim ihr Können unter Beweis. Vorsitzender Heinrich Johannes stellte bei dieser Gelegenheit auch die jüngst initiierte Bläserklasse Michelau vor, die in wenigen Wochen mit dem Unterricht beginnen wird.

„Mit sehr gutem Erfolg“ – MGBB beim Wertungsspiel

Mit Sehr gutem Erfolg nahm die MGBB am Konzert-Wertungsspiel des Nordbayerischen Musikbundes teil. Für ihre erfolgreiche Teilnahme erhielt die Kapelle eine Urkunde.
Mit 37 Musikerinnen und Musikern war die Musikkapelle unter Leitung ihres Dirigenten Siegfried Graf zur Leistungsprüfung angetreten. Ziel des Wertungsspieles ist es, den Leistungsstand der Kapelle von einer unabhängigen Fachjury beurteilen zu lassen. Gleichzeitig dient das Wertungsspiel als Mittel zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Kapelle. Die erbrachten Leistungen werden nach einem Punktesystem beurteilt, entsprechend der erreichten Punktzahlen erhielt die MGBB das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg“.
Bewertet wird dabei nach Kriterien wie Rhythmik und Zusammenspiel, technische Ausführung des vorgetragenen Stückes, Ton- und Klangqualität, Stückwahl im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit und Besetzung des Orchesters, Stilempfinden und Interpretation oder dem musikalischen Gesamteindruck.
Die MGBB will künftig jedes Jahr an solchen Wertungsspielen teilnehmen. Wie Vorsitzender Franz Mark erläutert, will die Kapelle mit der Teilnahme nicht nur ihren jeweiligen Leistungsstand bestimmen lassen sondern auch den erreichten Qualitätsstandard halten.

(c) mainpost – Alfred Gehring

Der Truchsess seilte sich ab

Der Truchsess persönlich gab sich auch dieses Jahr wieder die Ehre, auf die Reichelsburg im Wald zwischen Aub und Baldersheim zum mittlerweile schon zur Tradition gewordenen Reichelsburgfest der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth einzuladen.
Truchsess Otto I (Otto Haaf), unterstützt von seinem gesamten Gefolge, insbesondere von Burgherrin Ina I (Ina Heidschmidt), nahm sich auch dieses Jahr wieder die Zeit, jeden Gast an der Zugbrücke per Handschlag persönlich zu begrüßen.
In einer Sänfte ließen sich Truchsess und Burgfräulein zu Beginn des Festes zur Bühne tragen. Feierlich überreichte Claus Menth als Stellvertreter des Bürgermeisters aus dem Ortsteil Aub am Samstag abend die Schlüssel der Burg für die Dauer des Festes an den Truchsess und sein Gefolge.
Eine waghalsige Einlage gab der Truchsess zu vorgerückter Stunde, als er sich von den Zinnen des Burgfriedes außen abseilen ließ. So manch einem Besucher stockte der Atem, als Otto I frei am Seil an der Außenseite des beleuchteten Turmes hing. Da hielt selbst Kaplan Gerd Greier aus Aub die Luft an, betete um himmlischen Beistand und machte sich nach eigenen Worten Sorgen über eine zusätzliche Beerdigung. Doch das Abseilmanöver verlief reibungslos und der Truchsess kam wohlbehalten am Boden an.
Im weiteren Verlauf des Festes ging es im Burghof eher beschaulich zu. Die am Spieß gegrillte Sau fand reißenden Absatz und in der Sommernacht im romantisch beleuchteten Burghof ließ es sich bei den musikalischen Darbietungen der Musikkapelle Gelchsheim gut feiern. Für späte Zecher aus der Stadt Aub hatten die Baldersheimer entlang des Weges durch den Wald wieder eigens eine Lichterkette verlegt.
Regen Zuspruch fand wieder das Fränkische Hochzeitsessen am Sonntag im Anschluss an den Gottesdienst. Vor der Essensausgabe bildeten sich schon Warteschlangen, noch ehe der Schlusssegen erteilt war. Am Nachmittag gab noch der Frauentanzkreis eine Einlage mit der Aufführung einiger Tänze.
Für das kommende Jahr, das Jahr des Auber Stadtjubiläums, kündigten die Musikanten aus Baldersheim und Burgerroth im Rahmen des Reichelsburgfestes schon jetzt die eine oder andere besondere Attraktion an.

© mainpost – Alfred Gehring
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