Der Festzug nach dem Fest

Eine Fortsetzung fand das Fest der Baldersheimer Feuerwehr nach dem Abbau des Festzeltes. Als das große Zelt nach dem Fest abgebaut und verladen, der Festplatz wieder gereinigt war, waren die Helfer froh über ihr gelungenes Fest.
Da die Helfer den Festzug am Sonntag nicht sehen konnten, beschlossen einige spontan, noch einmal einen Festzug zu veranstalten. Mit „Täfelesbub“ Richard Lutz und „Schirmherrn“ Karl Ulsamer und etwa zehn Zug-Teilnehmern ging es los. Unterwegs kamen noch einige Musikanten dazu.
Mit Birkenzweigen und Maisstengeln zog die lustige Schar durch das Dorf, genau die Route, die auch der eigentliche Festzug genommen hatte. In die Gasthäuser kehrte man ein. Zum Ende des Festzuges hatten sich rund 200 Menschen dem Zug angeschlossen.
Für die Kinder gab Kommandant Manfred Rock Eis aus. Einige der Teilnehmer überlegten ernsthaft, ob sie das Festzelt nicht noch einmal aufbauen sollten. Am Festplatz schließlich fand das Fest, das allen Beteiligten eine bleibende Erinnerung sein wird, sein Ende.Die Feuerwehrfest-Helfer aus Baldersheim organisierten nach dem Festende ihren eigenen Festzug.

Stiftungsfest zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Baldersheim

Mit dem Verlauf des Stiftungsfestes zum 125-jährigen Bestehen ist die Führung der Feuerwehr Baldersheim vollauf zufrieden.
„An den ersten Tagen hatten wir Probleme mit dem Wetter“, erklärt Kommandant Manfred Rock. Doch als rechtzeitig zum Festzug am Sonntag die Sonne schien, hellten sich auch die Mienen der Feuerwehrleute sichtlich auf.
„Wir sind stolz auf die zahlreichen Helfer aus der Feuerwehr und aus der gesamten Bevölkerung“, lobt Rock den Eifer der Baldersheimer. „Das war ein Fest für den gesamten Ort. Da war niemand, der uns nicht unterstützt hätte“. Tatsächlich wurden schon im Vorfeld des Jubiläumsfestes zahlreiche Häuser in Baldersheim neu gestrichen, das Dorfbild verschönt und zum Fest selbst waren Häuser und Straßen festlich geschmückt.
Das Konzept des Festes ist voll aufgegangen: Große wirtschaftliche Gewinne wollten die Baldersheimer mit dem Fest nicht erwirtschaften. Im Vordergrund sollte das Erlebnis stehen.
Die Höhepunkte des Festes waren sicherlich der Festzug mit rund 60 teilnehmenden Feuerwehren und Gruppen sowie das Konzert von Robert Payer mit seiner original Burgenländer Blasmusik. Rund 1300 Teilnehmer marschierten im Festzug mit. 3000 bis 4000 Gäste säumten die Straßen entlang der Route des Festzuges, berichtet Kommandant Rock voller Stolz. Die Auswahl der Musikgruppen war ebenfalls ein voller Erfolg. „Alle haben super gespielt, die Stimmung im täglich fast voll besetzten Festzelt war immer gut“, freuen sich die Baldersheimer.
Für den Seniorennachmittag haben sich die Baldersheimer Frauen um Inge Rauh ein tolles Programm ausgedacht, das bei den Gästen sehr gut ankam. Der Streichelzoo mit Tieren vom Küken bis zum Truthahn, vom Kaninchen bis zum Meerschweinchen, war bei den Kindern sehr beliebt. Selbst am Montagabend zum Festausklang war das Zelt nochmals gut gefüllt. Nach vier Tagen Festbetrieb blickt die Baldersheimer Feuerwehr voller Stolz auf „ihr Fest“ zurück.
Rund 1200 zahlende Gäste waren teilweise von weit her nach Baldersheim gekommen, um die bekannte Kapelle zu erleben. Anlässlich dieses Konzertes hatten die Baldersheimer ihr Festzelt ganz besonders festlich geschmückt, hatten Blumenschmuck und Kerzen auf die Tische gestellt und diese zusätzlich mit kunstvoll geflochtenen Getreideähren verziert. Besonders die Fanclubs, ob aus Nürnberg, aus Bühlerzell oder aus Baldersheim, waren von „ihren Burgenländern“ restlos begeistert. Ein Musikerlebnis ganz besonderer Art wartete auf Franz-Josef Graf, der als Trompeter bei den Auber Straßenmusikanten spielt: er durfte nach der Pause in der Burgenlandkapelle mitspielen.
Einer der Höhepunkte bei der viertägigen Feier zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr war der farbenprächtige Festumzug, der sich durch die Straßen des Gaudörfchens schlängelte.
Die Gemeinde hatte sich zu diesem Jubiläum fein herausgeputzt. Die Fenster und Höfe waren mit Blumen geschmückt. Den Straßen entlang wehten die Fahnen. Unter den 54 Gruppierungen befanden sich alleine sieben Musikgruppen – aus Stalldorf, Röttingen, Aub, Bieberehren Gaurettersheim Tauberrettersheim Aufstetten – und unterhielten die Zuschauer entlang der Gassen.
Die Prominenz mit Schirmherr Franz Brosch, Bürgermeister Edgar Roth, Pfarrer Norbert Stroh und Ehrenkommandant Alois Fries saß in mit Blumen geschmückten Gespannen, gefolgt von den Ehrenmitgliedern der Feuerwehr. Stolz zeigten vor allem die Riedenheimer Mädchen und Buben ihre Tafeln mit dem Namen ihres nachfolgenden Vereins. Aufgelockert wurde der Umzug mit einigen historischen Fahrzeugen und vor allem von den Ehrendamen die einige Wehren mitgebrachten hatten.
Einen Sonderbeifall bekam die Kindergartengruppe. Zeigte sie doch, dass sich die FFW um den Nachwuchs keine Sorgen machen muss. Vorbei am Spalier der Riedenheimer Ehrendamen, Kommandant Jürgen Michel und Robert Dörr sowie Kreisbrandrat Heinz Geißler, Kreisbrandinspektor Heinz Gessner und den Kreisbrandräten Karl Vogel und Karl Menth endete der Umzug am Festzelt. Dort ging es mit der Musikkapelle aus Baldersheim stimmungsvoll weiter.

Weihnachtliche Weisen

Zu einem weihnachtlichen Konzert trafen sich Chöre und Musikkapellen aus Hemmersheim, Aub, Baldersheim und Oellingen in der Kilianskirche. Das musikalische Angebot reichte von bekannten Weihnachtsliedern bis zu modernen Stücken. Hans Kern, der neue katholische Pfarrer, sprach besinnliche Adventsgedanken. Die Katholische Kirchenmusik Hemmersheim eröffnete das Konzert mit „Tochter Zion“. Es schlossen sich an die Hemmersheimer Musikanten unter Leitung von Christopher Dietl mit dem Stück „Give us peace (Donna nobis Pacem)“, die Blaskapelle Baldersheim unter Siegfried Graf mit einer Andante von Mozart, die Historische Trachten- und Stadtkapelle Aub unter ihrem neuen Dirigenten Karl-Heinz Krieger mit „Joy to the World“ (eine Marsch-Fantasie) und „International Christmas Salute“ (we wish you a merry Christmas), der Posaunenchor Aub- Hemmersheim mit bekannten Weihnachtsliedern und die Musikkapelle Oellingen mit „Cantata Jubilata“ und Händeis Halleluja aus dem Oratorium der Messias an. Den Chorgesang vertraten der Auber Sängerkranz und der Katholische Kirchenchor Aub, die ebenfalls weihnachtliche Weisen vortrugen. Besondere Höhepunkte setzten die Musikkapelle Baldersheim mit dem Stück „Jesus Christ Superstar“ und die Hemmersheimer Musikanten mit „Don’t cry for me Argentina“.

Reichelsburgfest

Einmal im Jahr erwacht die im Wald liegende Ruine der Reichelsburg zum Leben. Der Truchseß von Baldersheim, Otto I. nebst Burgfräulein und Gefolge laden zum Reichelsburgfest der Baldersheimer Musikanten.
Das Fest beginnt mit dem in diesem Jahr erstmals stattfindenden Open Air Beatabend am Freitag, 18. Juni. Ab 21.00 Uhr heizt die Power-Rockband „TALE“ ein.
Am Samstag ab 20.00 Uhr sind die Hemmersheimer Musikanten zu erleben mit fetziger Stimmungsmusik.
Am Sonntag, 20. Juni, zelebriert um 10.30 Uhr Prälat Paul Bocklet unter Mitwirkung der Landjugend Baldersheim und der Musikkapelle Bühlerzell den Festgottesdienst. Bocklet war in den 50er Jahren Diözesan Landvolkseelsorger und wirkt jetzt als Leiter des Kommissariats der Deutschen Bischöfe in Bonn. Anschließend besteht Gelegenheit zum Mittagessen. Der Truchseß und sein Gefolge verwöhnen dabei ihre Gäste mit fränkischem Hochzeitsessen. Zur Unterhaltung spielt dazu die Musikkapelle Bühlerzell. Ab 16.00 Uhr sorgt bis zum Festausklang die Musikkapelle Gelchsheim für Unterhaltung und gute Laune.
Selbstverständlich heißen auch dieses Jahr wieder der Truchseß und sein Gefolge jeden Gast einzeln per Handschlag auf der Burg willkommen. Die Reichelsburg hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Sie wurde 1230 erstmals als „Reigirberc“ urkundlich erwähnt und kam 1390 durch Tausch an das Hochstift Würzburg. 1525 im Bauernaufstand wurde sie von aufständischen Bauern eingenommen und zerstört. Sie wurde teilweise wiederaufgebaut, ab 1740 nicht mehr bewohnt. Heute dient sie den Baldersheimer Musikanten als Kulisse für ihr Fest und sorgt für romantische Stimmung bei hoffentlich gutem Wetter.

„Bronze“ für die jungen Bläser

Die Nachwuchsmusikanten der Baldersheimer Blaskapelle konnten das Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze erringen.
Vorher aber hieß es fleißig üben und lernen für die Jungmusikanten aus Baldersheim. Unterrichtet wurden die Jugendlichen von der Musikkapelle. Auch für die erforderlichen Übungsstunden sorgten die Baldersheimer Musikanten selbst. Den letzten Schliff eigneten sich die Jungmusiker bei zwei Vorbereitungswochenenden an. So trainiert bestanden schließlich alle die Leistungsprüfung.
Diese bestand aus zwei Teilen. In einer theoretischen Prüfung mußten die Probanden ihr Wissen unter Beweis stellen, bevor sie auf ihrem jeweiligen Instrument verschiedene, von einer Jury ausgewählte Stücke vorspielen mußten.
Für die Jungmusiker aus Baldersheim war die Prüfung kein Problem. Kathrin Lachner, Anne Friedl, Christine Rodriguez, Katrin Neckermann (alle auf Querflöte), Nico Heidschmidt auf Trompete, Michael Flury als Schlagzeuger, Edith Körner auf Flügelhorn, Thorsten Knopf, Christian Deppisch und Sebastian Mark auf Tenorhorn und Miguel Rodriguez auf Saxophon, zeigten sich den Anforderungen gewachsen.
Franz Mark, Vorstand der Baldersheimer Musikkapelle, bezeichnete die erbrachte Leistung seiner Jungmusikanten als gute Grundlage, auf der sich musikalisch weiter aufbauen läßt

Die erfolgreichen Baldersheimer Nachwuchskünstler (vorne v.l.) Michael Flury, Nico Heidschmidt, Miguel Rodriguqz. Hinten v.l.: Thorsten Knopf, Sebastian Mark, Kathrin Lachner, Christine Rodriguez, Katrin Neckermann und Anne Friedl. Es fehlen: Christian Deppisch und Edith Körner.

Ein Wochenende wie im Mittelalter

Das Reichelsburgfest erfreute sich auch heuer wieder großer Beliebtheit bei Jung und Alt.
Feierlich bekamen der Truchseß von Baldersheim (Otto Haaf) und seine Gattin (Ina Heidschmidt) am Samstagabend noch einmal das Zepter über die Reichelsburg vom Vergnügungswart der Baldersheimer Musikanten Michael Neckermann überreicht. Ein ganzes Wochenende konnte der Truchseß so noch einmal wie im Mittelalter regieren.
Anlaß hierfür war das Reichelsburgfest, das die Baldersheimer Musikanten heuer zum zweiten Mal auf der idyllisch im Wald zwischen Baldersheim und Aub gelegenen Burg feierten. Dazu hatten Dutzende von freiwilligen Helfern vorher in wochenlanger Kleinarbeit Stromleitungen gezogen, Wasserleitungen verlegt und jede Menge Utensilien auf den Burgfried gekarrt.
Das Festgelände war in den Farben des Truchseßes, rot und gelb, geschmückt. Ebenfalls sorgte man für eine komplette Beleuchtung auf dem Waldweg nach Aub. Auch wenn die Temperaturen gegen Abend schon gewaltig in den Keller sanken, die Besucher strömten trotzdem, wenn auch des öfteren mit Decke und im Rollkragenpulli.

Denn schon am Freitagabend gab es mit dem Konzert des Kreismusikorchesters einen musikalischen Leckerbissen. Der Samstagabend zog noch einmal fast genauso viele Besucher an, die wiederum vom Truchseß und seiner Gattin am Eingang per Handschlag begrüßt wurden.Michael Neckermann, Vergnügungswart der Baldersheimer Musikanten, überreicht dem Truchseß von Baldersheim, Otto Haaf, und seiner Gattin, Ina Heidschmidt, das Zepter über die Reichelsburg

„72’er Musikanten“ und Truchseß-Taler

Nach zehnjähriger Pause waren Baldersheimer Musikanten vor einem Jahr das Wagnis eingegangen und haben auf der im Wald zwischen Aub und Baldersheim gelegenen Burg ein Burgfest veranstaltet.
Wochenlang dauerten die Aufbauarbeiten, da Wasser- und Stromanschlüsse gezogen werden mußten, eine Holzbrücke über den Burggraben gebaut wurde und zu guter Letzt alle zu einem solchen Fest nötigen Utensilien auf den Burgfried gekarrt werden mußten. Doch der überwältigende Erfolg gab den Veranstaltern recht.
Für das diesjährige Festwochenende vom 30.Mai bis zum 1.Juni haben die Verantwortlichen bei den Baldersheimer Musikanten diesmal ihr Programm noch einmal erweitert, zumal sich in diesem Jahr das Bestehen der Jugendkapelle zum 25. Mal jährt. Den Auftakt macht am Freitag das Kreismusikorchester Würzburg, das als eines der besten Laienorchester Deutschlands gilt. Am Samstag werden der Truchseß von Baldersheim und seine Gattin in Gestalt von Otto Haaf und Ina Heidschmidt die Gäste persönlich empfangen. Für kulinarische Genüsse ist mit dem sogenannten Ritterschmaus bestens gesorgt. Für die gute Stimmung sind an diesem Abend die Willanzheimer Musikanten zuständig, deren Repertoire von der Polka bis zum Beat, von Ernst Mosch bis zu den Schürzenjägern reicht.
Zum sonntäglichen Gottesdienst, den Pfarrer Stephan Hartmann zelebriert, spielen die „72er Musikanten“. Bei dieser Gruppe handelt es sich um Musikanten, die bei der Gründung im Jahr 1972 dabei waren. Viele spielen seit über zehn Jahren nicht mehr, übten aber seit März wieder kräftig mit Dirigent Alfons Kemmer für das Jubiläum.
Vor der Jugendkapelle Bieberehren spielt von 13 bis 15 Uhr die sogenannte „Asthma-Band“, zum Festausklang die historische Trachten- und Stadtkapelle Aub. Am Sonntag bietet die Bläserjugend Spiele mit und für die Kleinsten an. Als Erinnerung an das Fest gibt es auch wieder den „Truchseß-Taler“.

Unbekannte wollten Maibaum-Aufstellung vereiteln

Fast hätten die Baldersheimer eine üble Überraschung erlebt. Sie entdeckten durch Zufall, daß Unbekannte das Loch für ihren Maibaum zubetoniert hatten.
Politikerreden soll ja manchmal der Makel anhaften, daß sie nicht jedermann interessieren. Ähnlich verhält es sich mit deren Grußworten. Manchmal ist das gut so, wie unser Beispiel zeigt:
Als am vergangenen Sonntag beim St.Georgs-Ritt wieder etliche dieser Reden und Grußworte anstanden, nutzte Bernd Geißendörfer, Chef der Baldersheimer Bläserjugend die Zeit, um sich so seine Gedanken zu machen. Über den Maibaum, das Loch dazu und die damit verbundene Prozedur. Gleich neben der Stelle, wo diese in den nächsten Tagen über die Bühne gehen sollte, hatten er und seine Kollegen gerade vorher ihr Standkonzert gespielt.
Er lupfte also die Bretter, die das Loch in den Monaten außerhalb des Mai abdecken, während aus der Ferne das Hoch auf Roß und Reiter erklang.
Was er sah, ließ ihn beinahe das Mundstück seines Instruments verschlucken. Hatten doch Unbekannte das Loch, in dem ab Dienstagabend die geschmückte Birke ihren Platz finden sollte, mit Beton ausgegossen.
Umgehend verständigte er seinen Vorsitzenden Franz Mark. Schließlich ist die Baldersheimer Kapelle für das Aufstellen des Maibaums verantwortlich. Und man stelle sich nur die langen Gesichter vor, hätte man den „Scherz“ erst beim eigentlichen Akt bemerkt.
Glück im Unglück also. So rückten Geißendörfer, Mark und einige andere starke Männer aus Baldersheim an, um die etwa fünf Eimer mittlerweile gut gehärteten Betons zu entfernen. Da die Baldersheimer Kapelle den oder die Täter nicht im eigen Ort vermutet, richten sich die Ermittlungen nun gegen Bauherren im Umkreis von zehn Kilometern, die in letzterer Zeit betoniert haben und dabei vielleicht etwas zuviel Speis angerührt haben. Für die Baldersheimer erwies sich jedenfalls als günstig, daß einige von ihnen nicht auf alles hören, was Politiker so erzählen.
Franz Mark und Bernd Geißendörfer begutachten das betonierte Loch des Maibaumes in Baldersheim. Im Hintergrund rückt schon schweres Gerät an.

(c) mainpost – Christian Schnell

Musiker planen Fest an der Reichelsburg

Großes plant die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth in diesem Jahr. Das legendäre Burgfest auf der Reichelsburg, letztmals vor zehn Jahren vom Schützenverein veranstaltet, soll wieder zum Leben erweckt werden. So war es bei der Jahreshauptversammlung der Musiker zu hören. Doch vorher berichtete Vorsitzender Franz Mark über die Vereinstätigkeit im vergangenen Jahr. Sein besonderes Dankeschön galt Josef Hoos für die Trompetenausbildung der Jungmusikanten sowie für zahlreiche Vereinsarbeiten.
Eine Bereicherung wäre es laut Mark, wenn die älteren Musikanten wieder aktiv in der Kapelle teilnehmen würden. Siegfried Graf, seit einem Jahr Dirigent der Kapelle, berichtet von 41 Proben und acht Registerproben. Musikalischer Höhepunkt im laufenden Jahr soll ein Wertungsspielen in Willanz-heim sein. Des weiteren sei ein Ausflug ins Allgäu geplant.
Bei den Neuwahlen gab es wenig Änderungen. Vorsitzender bleibt Franz Mark, sein Stellvertreter ist Anton Deppisch. Schriftführerin ist nun Ina Heidschmidt, Stellvertreter ist Oskar Ernst. Die Kasse führt Lioba Kinzinger, vertreten wird sie von Edith Körner. Weitere Ausschußmitglieder sind Werner Flury, Klaus Wagenpfahl und Roland Haaf. Kassenprüfer sind Paul Metzger und Susanne Bauer. Der neue Vergnügungswart heißt Michael Neckermann.

Da es mit den Trachten nicht zum Besten steht, wurde der Kauf neuer Hosen auf eigene Kosten beschlossen. Ebenfalls wurde schriftlich eine Bitte an die Stadt Aub gerichtet, daß der Proberaum im alten Schulhaus saniert wird.

Das Hauptaugenmerk ist momentan allerdings die Organisation des Reichelsburgfestes gerichtet. Sämtliche Genehmigungen dafür wurden inzwischen eingeholt. Unter dem Motto „Der Truchseß lädt ein“ soll das Reichelsburgfest wieder Bestandteil im alljährlichen Veranstaltungskalender werden.
Als Termin ist heuer der 8. und 9. Juni geplant. Damit will man die Tradition der 50er Jahre wieder aufleben lassen. Viel Arbeit steht den Baldersheimer Musikern bis dahin bevor. Eine Brücke soll erbaut werden. Lichterketten sollen bis nach Aub und Baldersheim gezogen werden. Auf dem Burgfried sollen die Kapellen spielen. Dazu plant man Essen aus dem Mittelalter, dargereicht von Bedienungen in historischen Gewändern. Zur Zeit ist man noch auf der Suche nach einer Person, die den Truchseß von Baldersheim darstellen soll. Der ehemalige Burgherr soll im historischen Gewand die Wacht über die zwischen Aub und Baldersheim gelegene Burg halten.

Aufrechte Menschen geformt

Erinnerungen aus dem Schulleben wurden wach, als Lehrer Arthur Knötgen mit „Ehemaligen“ seinen 75. Geburtstag feierte.
Zehn Jahre, genauer von 1953 bis 1963 war Artnur Knötgen als Oberlehrer in Baldersheim tätig. Gut muß die Erinnerung an den ehemaligen Pauker gewesen sein, sonst hätten nicht von über einhundert namentlich bekannten „Schülern fast alle den Weg zum Schülertreffen gefunden.
Bis aus Bremen und aus der Schweiz kamen einige. Im Rahmen des Musikfestes trafen sich die Jahrgänge 1940 bis 1952, um alte Erlebnisse aufzufrischen und nachträglich den 75. Geburtstag ihres Lehrers zu feiern. Josef Unsleber, Mitinitiator des Treffens, brachte es auf den Punkt: „Es soll der Schulalltag wieder lebendig werden, Streiche aber auch Schicksalsschläge sollen ausgetauscht werden.“ Ein großes Lob habe sich der ehemalige Lehrer verdient, daß er aufrechte Menschen geformt hat.
Ein kleines Rahmenprogramm ließen sich die ehemaligen Schüler einfallen. Gerd und Margarethe Bauer sowie Marianne Neckenmann besangen Anekdoten aus dem Schulalltag. Otto Haaf, mit Lederhose und Ranzen als Schüler verkleidet, ließ den Tagesablauf in der Schule lebendig werden.
Regelmäßig begann der Unterrichtstag mit einem Gebet und einem Gedicht. Danach mußte der Barometerstand interpretiert werden. Auch Amüsantes konnten die Schüler dabei hören. So war man einige Tage lang gut angesehen, wenn man nach einem Schlachtfest dem Lehrer Würste und Kesselsuppe mitbrachte.
Recht rüstig präsentierte sich Arthur Knötgen anschließend. Zwar habe ihn in letzter Zeit das Rheuma geplagt, doch sei es bei dem Gedanken wieder an seine alte Wirkungsstätte fahren zu dürfen, plötzlich wie weggeblasen gewesen. Nur der Zustand des ehemaligen Schulhauses mache ihm Sorgen. „Die Vorhänge habe ich noch angeschafft. Und das ist mindestens 32 Jahre her.
Stryjski, der seit seinem 16. Lebensjahr malt und heute in Ochsenfurt wohnt, hatte schon zweimal im Ochsenfurter Galeriele ausgestellt und ist mit etwa 20 Aquarellen im Baldersheimer Schulhaus zu sehen. Dort haben die Initiatoren des Schülertreffens auch Fotos aus der damaligen Zeit zusammengetragen.
(C) mainpost – Christian Schnell
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