Farbgestaltung für das Dorfgemeinschaftshaus

Immer wenn es um die farbliche Gestaltung eines Gebäudes geht, werden die Diskussionen im Auber Stadtrat besonders lebhaft. So auch bei der Farbauswahl für die Fassaden des künftigen Dorfgemeinschaftshauses in Baldersheim, das alte Schulgebäude dort.

Architekt Felix Tannenberg stellte dem Stadtrat die verschiedenen Farbentwürfe vor. Danach war das Gebäude ursprünglich in Gelb und Grau gefasst, die Fenstergewände in Rehbraun. Tannenberg stellte für die Flächen verschieden kräftige Gelbtöne vor. Die Fenstergewände empfahl er, in einem kräftigen Braun, in Sandsteingrün oder in einem Grauton entsprechend dem Kalksteinsockel im unteren Bereich des Gebäudes zu streichen.

Derzeit noch Baustelle – das künftige Dorfgemeinschaftshaus in Baldersheim, das alte Schulhaus Foto: Alfred Gehring

Um den Ratsmitgliedern die Wirkung der Farben zueinander zu veranschaulichen, hatte Tannenberg einige Farbmuster angefertigt. Wichtig für die farbliche Fassung der Fensternischen sei es, dass dadurch die großen Mauerflächen gebrochen werden. Er legte dem Stadtrat die alte farbliche Fassung von 1880 vor, dem ursprünglichen Baujahr des Gebäudes.

Das Gebäude sei damals nicht von lokalen Planern errichtet worde, sondern sollte als Staatsbau für eine Schule schon Akzente setzen. Deshalb wurden die verschiedenen Gesimse angebracht und kräftige Farben gewählt. Die Gestaltung der alten Bauherren sollten nach seiner Auffassung nicht ganz außer Acht gelassen werden.

Dennoch konnte sich der Stadtrat weder mit den braun gefassten Fenstergewänden noch mit dem schlichten Kalksteingrau anfreunden. Mehrheitlich entschied sich das Gremium dafür, die Mauerflächen in einem gebrochenen hellen Ton streichen zu lassen und die Gewände in sandsteinfarbigem Grau-Grün zu fassen.

Fotovoltaikanlage genehmigt

Für die Errichtung einer Freiflächen-Fotovoltaikanlage im Industriegebiet Hirschäcker in Baldersheim beantragte der Investor eine Einzäunung. Nach den Vorgaben des Bebauungsplanes ist die Höhe der Einfriedung auf 1,8 Meter begrenzt. Die Versicherung des Investors verlangt aber eine Höhe von zwei Meter für die Einzäunung. Übereinstimmend gab der Stadtrat seine Einwilligung zu der beantragten Befreiung von den Vorgaben des Bebauungsplanes.

Die Eigentümer eines Wohnhauses im Burgweg beantragten, die bereits vor Jahren genehmigte Erneuerung der Dachgauben des Hauses zu verlängern. Die Dachgauben sollen zugleich als zweiter Fluchtweg dienen. Die ursprüngliche Baugenehmigung für die Baumaßnahmen wurde bereits im Jahr 2012 erteilt und schon einmal verlängert. Der Stadtrat stimmte auch der erneuten Verlängerung für weitere zwei Jahre zu.

Erlaubnis wegen Denkmalschutz notwendig

Dem Antrag auf denkmalschutzrechtliche Erlaubnis für die Renovierung seines Anwesens in der Bahnhofstraße gab der Stadtrat statt. Dort soll das Dach saniert und mit Wärmeschutz versehen sowie die Fassade ausgebessert werden. Wie Bürgermeister Robert Melber dem Stadtrat berichtete, hat der Antragsteller mit der Baumaßnahme bereits begonnen.

Dass aufgrund der Lage des Anwesens im Sanierungsgebiet eine entsprechende Erlaubnis vor Baubeginn einzuholen war, sei ihm nicht bekannt gewesen. Da die genannten Arbeiten mit den Vorgaben der Gestaltungssatzung in Einklang stehen, erteilte der Stadtrat nachträglich seine Zustimmung.

Auch einer beantragten Einfriedung des Grundstückes mit einem Zaun stimmte der Stadtrat zu, denn auch die entspricht den Vorgaben der Gestaltungssatzung. Melber schlug vor, künftig auswärtigen Grundstückserwerbern bereits frühzeitig über die Vorgaben der Gestaltungssatzung sowie der Städtebauförderung zu informieren, wenn das Grundstück im Sanierungsgebiet liegt.

Probleme bereitet dem Bauamt allerdings, dass der Hausbesitzer auf dem Anwesen eine Fotovoltaikanlage installiert hat. Auch dafür hat er keine Genehmigung eingeholt, die wäre nach der Gestaltungssatzung auch gar nicht möglich gewesen. Die Verwaltung ist sich nach Melbers Worten noch nicht schlüssig, wie sie auf diese Baumaßnahme reagieren soll. Sollte diese Anlage geduldet werden, wird der Stadtrat künftig auch keine andere Anlage im Geltungsbereich der Gestaltungssatzung mehr ablehnen können, befürchtet der Stadtrat.

Ein eher formeller Beschuss war erforderlich, um nach der Erweiterung des Geltungsbereiches des städtebaulichen Sanierungsgebietes auch die Gestaltungssatzung der neuesten Entwicklung anzupassen. Schon vor einiger Zeit hatte der Stadtrat den Geltungsbereich des Sanierungsgebietes auf die Region um das alte Krankenhaus erweitert, die Gestaltungssatzung aber nicht entsprechend angepasst. Einstimmig holte das Gremium diesen Beschluss jetzt nach.

mainpost (c) Alfred Gehring

Ehrendirigent Alfons Kemmer verstorben

Die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth nimmt Abschied von Ihrem langjährigen Dirigenten Alfons Kemmer.

Alfons war einer der Väter der Baldersheimer Musik und somit auch unseres Vereins. Zusammen mit den beiden ebenfalls schon verstorbenen, seinem Bruder Franz und Otto Haaf war er es, der 1972 die Jugendkapelle gründete, aus der dann 1976 unser Verein entstanden ist.

Alfons war nicht nur Dirigent unserer Kapelle, sondern auch Ausbilder für die Bläser. Sehr viele Baldersheimer und Burgerrother lernten bei Ihm das musizieren.

Alfons Kemmer

+15.08.2018

In stiller Trauer
die Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgeroth

 

Schon kurz nach der Gründung der Kapelle stellten sich erste Erfolge ein und die Baldersheimer Musik durfte auf vielen Festen der näheren und weiteren Umgebung spielen. Viele Stücke wurden eigens für unsere Kapelle von Alfons arrangiert. Einige seiner Stücke spielen wir bis heute.

Nach und nach stieg das Niveau der Kapelle weiter und so konnten auch Konzerte und Wertungsspiele durchgeführt werden. Der junge Verein entwickelte sich prächtig. Höhepunkte waren sicherlich die Verleihung der ProMusika Plakette an die Baldersheimer Musik im Jahr 1979 oder auch die Kreismusikfeste 1979 und 1983.

Alfons wurde über die ganzen Jahre nicht müde immer wieder neuen Schwung in die Kapelle zu bringen. Ständig wurden neue Musiker für den Verein gewonnen und musikalisch von Alfons ausgebildet und geführt.

Seine immer ehrenamtliche Tätigkeit ist bis heute Basis für die Arbeit und den Erfolg unseres Vereins.

Im Jahr 1992 legte Alfons nach 20 Jahren den Dirigenten Stab bei seinen Baldersheimern nieder. In all diesen Jahren hat er es gut verstanden die verschiedenen Generationen, Interessen und Charaktere in der Kapelle so zu führen das ein erfolgreiches Ergebnis erreicht wurde.

Auf Grund seiner großen Verdienste um den Verein und die Kapelle haben wir Ihn dann 1992 auch zu unseren Ehrendirigenten ernannt.

Auch nach seiner aktiven Zeit in Baldersheim blieb er dem Verein immer eng verbunden. Bei unseren Auftritten und Konzerten war er ein häufiger und gern gesehener Gast. Er hat auch immer wachsam beobachtet wie sich „seine“ Kapelle entwickelt.

Bis zum Schluss hat er uns auch unterstützt. Zuletzt als wir im November 2017 seinen Mitstreiter Otto Haaf zu Grabe tragen mussten hat er uns nochmal mit Noten versorgt.

Lieber Alfons, heute können wir nur noch Danke sagen für all das was du für uns getan hast. Danke für deine Freundschaft und Verbundenheit zu unserem Verein.

Wir werden dich vermissen.
Lieber Alfons ruhe in Frieden!

Reichelsburgfest war voller Erfolg

Nach einem gut besuchten Beatabend am Freitag mit „ebi.DJ“ und heißer Disko-Musik am Freitag, wurde es am Samstag zünftig, grillten die Baldersheimer doch auch in diesem Jahr wieder nach Mittelalterart eine ganze Sau am Spieß. Für die dafür nötige zünftige Musik waren die „Fränkischen Jäger“ aus Gaubüttelbrunn zuständig, die die zahlreichen Gäste an diesem lauen Sommerabend auf der mit Lichterketten romantisch erleuchteten Burgkomplex vortrefflich unterhielten.

„Das schönste Fest“

Bevor Truchseß Josef und seine Burgfrau Sabine aus der Hand des Auber Bürgermeisters die Schlüssel für die Burg entgegennehmen konnten, erinnerte „Hofmarschall“ Michael Neckermann an den im vergangenen Jahr verstorbenen Otto Haaf, der viele Jahre lang dem Truchseß Gesicht verliehen hatte und mit Laiendarstellern Sagen und Geschichten aus der Region bei Burgfesten auf die Bühne gebracht hatte.

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Auch das neue Truchseßpaar erinnerte an ihren Vorgänger Otto, der den Satz geprägt hatte: „Das Burgfest ist das schönste Fest, das der Herrgott uns Baldersheimern feiern lässt“.

Vor der Schlüsselübergabe erinnerte der Auber Bürgermeister daran, dass die Reichelsburg, im Jahre 1525 beim Bauernaufstand zerstört wurde. „Damals standen noch die Mauern, dann kamt ihr Baldersheimer auf die Idee, diese Burg als Steinbruch zu nutzen um mit den Steinen große Scheunen und stolze Bauernhäuser zu errichten. Selbst den Wappenstein am Eingang der Burg habt ihr mitgenommen“, so der Bürgermeister. Melber wollte damit aber nicht tadeln: „Mit diesen Steinen habt ihr aber auch ein Schulhaus errichtet, in deren Gewölbe sich heute der Wappenstein der Reichelsburg befindet. In diesem Haus soll jetzt ein Dorfgemeinschaftshaus entstehen. Aber: Der Helfer könnten etwas mehr sein!“ Melber nutzte so die Gelegenheit, um die Baldersheimer zu motivieren, sich am Umbau der alten Schule zum Dorfgemeinschaftshaus zu beteiligen, ehe er die Schlüssel der Burg aushändigte.

Tänzerische Einlagen

Zu vorgerückter Stunde unterhielten noch die Jungmusikantinnen der Blaskapelle mit tänzerischen Einlagen und ernteten dafür nicht nur reichlich Applaus, sondern auch Rufe nach Zugabe.

Am Sonntag fanden erneut zahlreiche Gäste schon am Morgen den Weg zur Burg, um bei einem feierlichen Gottesdienst in den alten Gemäuern dabei zu sein. Pfarrer Gregor Sauer zelebrierte den Gottesdienst, musikalisch gestaltet wurde er durch die Thierbachmusikanten aus Eichelsee.

Zum Ende des Gottesdienstes zogen schon Duftwolken aus den Kochtöpfen durch das alte Gemäuer. Fränkisches Hochzeitsessen in Form von gekochtem Rindfleisch auf Bandnudeln mit Meerrettich findet von Jahr zu Jahr mehr Liebhaber, die es auch in Kauf nehmen, sich für die fränkische Delikatesse eine Weile in die Warteschlange einzureihen.

Am Nachmittag unterhielten dann noch die Jugendkapelle Gelchsheim-Baldersheim-Gaukönigshofen, ehe die Trachtenkapelle Igersheim übernahm und mit schmissiger Blasmusik die Gäste unterhielt.

Ein musikalischer Höhepunkt folgte zum Abschluss, als das Rhön-Quartett aufspielte und Fabian Neckermann beispielsweise seiner Tuba beim „Tubamuckl“ ungeahnte Tonfolgen entlocken konnte.

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