Herbstkonzert – Drei Orchester auf der Bühne
Manches war anders dieses Jahr beim schon zur Tradition gewordenen Herbstkonzert der Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth. Der Bühnenaufbau in der Michael-Neckermann-Festhalle war anderes, im Gegensatz zu den Vorjahren standen in diesem Jahr nicht nur zwei, sondern gleich drei Orchester auf der Bühne und ein neues Gesicht stand vor den Musikern auf der Bühne: der neue Dirigent Thomas Hümpfner.
Den ersten Teil des Konzertes bestritten gleich zwei Jugendorchester: das von Sebastian Mark dirigierte Jugendorchester Baldersheim und die von Thomas Hümpfner ausgebildete und betreute Bläsergruppe der Grundschule auf, an der sich junge Musikantinnen und Musikanten aus Aub, Baldersheim, Gelchsheim und Oellingen beteiligen.
Filmmusik war Trumpf beim ersten Teil des Konzertes, den das Jugendorchester mit dem von Frank Sullivan komponierten Stück „Eye of the tiger“ aus dem Boxerfilm „Rocky III“ eröffnete. Bis zum letzten Biss ging es weiter mit Musik aus dem Film „Tanz der Vampire“. Mit steigendem Tempo und zunehmender Dramatik kam aus dem Film „Herr der Ringe – die zwei Türme“ Gandalfs Kampf mit dem Ballrog auf die Bühne in Baldersheim. Die speziellen Sonnenbrillen gehörten selbstverständlich dazu, als zum Abschluss des ersten Blocks Stücke aus „The Blues Brothers Revue“ zur Aufführung kam. Danach ging’s noch in die Verlängerung, denn ohne Zugabe durfte das junge Baldersheimer Orchester die Bühne nicht verlassen.
Nach einigen Ehrungen gehörte die Bühne den Jüngsten, der Bläsergruppe der Grundschule. Seit September spielen die Jungen und Mädchen zusammen. Seit 2009 bilden vier Musikkapellen in Zusammenarbeit mit der Auber Grundschule ihre Nachwuchsmusikanten gemeinsam aus. Diese waren schon sehr aufgeregt, als sie endlich zeigen durften , was sie in den vergangenen Wochen gelernt hatten. Mit einigen Stücken wie „School-Spirit“ oder dem „Banana-Boat“ überzeugten die Jüngsten und mussten ebenfalls erst noch eine Zugabe abliefern, bevor sie wieder zu ihren Eltern zurück ins Publikum durften.
„Da entsteht was,“ kommentierte Bernd Geißendörfer, der Vorsitzende der Baldersheimer Musikkapelle und versprach: „Die kommen im nächsten Jahr wieder!“
Mit einem Paukenschlag übernahm nach der Pause das große Orchester die Bühne. Erheblich stimmgewaltiger, schon aufgrund der Anzahl der Instrumente, die sie auf die Bühne brachte, präsentierte sich die Kapelle unter ihrem neuen Dirigenten und einem Stück aus dem Film „Air Force One“. Weiter ging es mit der heimlichen Nationalhymne Österreichs, dem Walzer „an der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß. Vom Walzertakt zum Konzertmarsch: richtig schmissig wurde es mit Alexander Pflugers „Abel Tasman“ zur Erinnerung an den holländischen Seefahrer. Von Oper bis zum Hardrock ging es weiter mit der „Bohemian Rhapsody“, einst aufgenommen von der Kult-Band „Queen“, jetzt intoniert von der Baldersheimer Kapelle. Über einem rumänischen Stück der Sängerin Alexandra Stan, „Mr. Saxobeat“, ging es weiter zu den Hergolstaler Musikanten und dem von Klaus Rustler und Rudi Fischer komponierten „böhmisches Temperament. Wenn die Musiker dachten, mit der abschließenden Polka „ein halbes Jahrhundert“ das Konzert beenden zu können, hatten sie nicht mit der Begeisterung des Publikums gerechnet. Erst nach wiederholter Zugabe und dem Abba-Hit „Thank you for the music“ durften sie ihre Instrumente einpacken und das Konzert beenden.
Alfred Gehring (c) mainpost
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