Konzert des Jugendorchesters

Trotz besten Schwimmbadwetter war am Sonntag Mittag die Kirche in Baldersheim bis fast zum letzten Platz gefüllt. Das Jugendorchester der Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth unter der Leitung von Anne Friedl und Sebastian Mark zeigten mit klassisch arrangierte Stücke als auch mit Evergreens ihr bläserisches Können. Vorstand Bernd Geißendörfer bedankte sich bei den beiden Dirigenten und bei den Kindern für ihren Einsatz in der Musik, sowie bei den Eltern für die Unterstützung des Vereins. Hervorgehoben wurde auch die Leiterin der Bläserjugend Sabine Nestmeier. Sie hatte mit ihren Helfern das Probenwochenende zur Vorbereitung auf das Konzert in der Grundschule Aub mitorganisiert. Nach einigen Zugaben und lang anhaltendem Applaus wurden die Kinder zum Eisessen in das örtliche Schwimmbad eingeladen.

27. Frühlingsfest in Weiler

Am Samstag hatten die Baldersheimer Musikanten das Vergnügen den Samstagabend beim 27. Frühlingsfest in Weiler zu umrahmen. Die Festhalle war bis auf den letzten Platz besetzt und die Stimmung war sehr gut. Wir durften runde 4 Stunden unserem dankbaren Publikum böhmisch-mährische Blasmusik präsentieren. Die Gäste schwangen bei der Damenwahl auf der Tanzbühne ihr Tanzbein. Wir möchten uns bei den Oberländer Musikanten für die Verpflichtung bedanken und freuen uns schon auf den Gegenbesuch in Baldersheim beim Reichelsburgfest.

Spielplatzumbau gestartet

Nachdem lange darüber gesprochen wurde, ist heute der dringend notwendig Spielplatzumbau bzw. die Renovierung begonnen worden. Stadtrat M. Neckermann und R. Beigel haben heute mit dem Aushub im Bereich des Baches begonnen. Weitere Arbeiten sollen im Rahmen der Aktion „3 Tage Zeit für Helden“ (siehe folgender Bericht) erfolgen. Natürlich sind alle Baldersheimer herzlich eingeladen, der vom 12. bis 15. Juli 2007 anwesenden Jugendgruppe mit Rat und Tat beim Umbau des Spielplatzes zur Seite zu stehen.
Auch einige Jugendliche des Musikvereins nehmen an der Aktion teil und gehen an diesem Wochenende in eine andere Gemeinde um dort ein Projekt zu erarbeiten. (für weitere Fotos auf das Bild klicken)

Zeit für Helden vom 12.-15. Juli

Was ist das?

3 Tage Zeit für Helden“ ist eine landesweite Aktion der Jugendarbeit in Bayern, die vom 12. bis 15. Juli 2007 unter Beteiligung von Jugendgruppen aus ganz Bayern dezentral stattfinden wird.

Wer macht was?

Jugendgruppen aus ganz Bayern zeigen in verschiedenen, lokalen Aktionen drei Tage lang, was junge Frauen und Männer ehrenamtlich in die Hand nehmen und leisten können: Sie stellen sich der Herausforderung, innerhalb von drei Tagen vor Ort eine gemeinnützige Aufgabe mit einem sozialen, kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, integrativen oder ökologischen Schwerpunkt zu lösen – ohne diese Aufgabe vorher zu kennen. Ihren Inhalt erfahren sie erst zu Beginn der Aktion.

Wer veranstaltet das?

3 Tage Zeit für Helden“ ist eine Gemeinschaftsaktion der Jugendarbeit in Bayern mit all ihren Mitgliedsverbänden, den Jugendringen, der Kommunalen und Offenen Jugendarbeit.

„Du bist auch nicht mehr der Jüngste“

Zwei Tage lang war sie wieder fest in Baldersheimer Hand, die Burgruine der Reichelsburg. Truchsess Otto der I. hatte zusammen mit seinem Burgfräulein Ina der I. zum Reichelsburgfest die Herrschaft über die vor 432 Jahren zerstörte Burganlage übernommen.

Ein Wochenende lang herrschte Leben, saßen zahlreiche Gäste inmitten der alten Burgmauern, ließen sich von Blasmusik unterhalten und von den Baldersheimer Musikanten verköstigen. Zur Eröffnung des „schönsten Festes, das der Herrgott die Baldersheimer feiern lässt“, so der Truchsess bei der Eröffnungsansprache, übergab Bürgermeister Robert Melber persönlich die Schlüssel der Burg an den Truchsess.
Allerdings verlangte der Auber Bürgermeister vom Truchsess die Zusicherung, dass „keine Reden wider die Obrigkeit geführt werden, denn es sind zahlreiche Aufständische unterwegs, schon bis zur Ostsee vorgedrungen.“ Damit aber hatte der Truchsess keine Probleme: „Das kann ich natürlich, denn die Leute hier haben schon eine ganze Sau aufgegessen, die denken nicht mehr an Aufstand,“ versicherte er dem Stadtoberhaupt schlagfertig.

Als der Bürgermeister mit Blick auf die zahlreichen Gäste überlegte, die Steuern für die Baldersheimer zu
erhöhen, versprach der Truchsess, den Erlös aus dem Fest für die Jugendarbeit der Musikkapelle zu verwenden. „Geh zu, Bürgermeister, mach nicht so lange ‚rum,“ forderte er den Bürgermeister schließlich auf. Dieser übergab mit den Worten: „Truchsess, übernimm dich nicht, du bist auch nicht mehr der Jüngste,“ die Burgschlüssel an die Baldersheimer.
„Geh zu, Bürgermeister, mach nicht so lange ‚rum“
Mit Blick nach oben, auf das trotz angekündigter Gewitter trockene Wetter, lud der Truchsess alle Gäste ein, mit ihm und seinem Gefolge zu feiern. Mit Musik in den alten Mauern, bei romantischer Beleuchtung durch aufgehängte Lichterketten ließ es sich in lauer Nacht auch gut feiern. Dazu gab es als Highlight des Abends ein von Otto Haaf einstudiertes Theaterstück „wie der Truchsess zu seiner Burgdame kam.“
Heiß wurde es dagegen am Sonntag schon zum Gottesdienst. Dennoch hatten auch zu dieser Gelegenheit zahlreiche Gläubige den Weg zur Reichelsburg auf sich genommen. Bei fränkischem Hochzeitsessen (gekochtes Rindfleisch, Nudel und Kren) ließen es sich die Gäste gut gehen auf der Burg.
Am Nachmittag unterhielten neben der Blasmusik noch die Kinder des Baldersheimer Kindergartens sowie der Tanzkreis die Gäste mit Einlagen. Musikalisch unterhalten wurden die Gäste am Samstag von den Herrgottstaler Musikanten aus Münster, am Sonntag von den Musikkapellen Röttingen und Sonderhofen sowie zum Beatabend von den Bands „N. O. T.“ und „Inanitas“.

Von Alfred Gehring (c) mainpost

Statt des Apfels war die Bratwurst vergiftet

Seit einigen Jahren unterhalten die Baldersheimer Musikanten ihre Gäste beim Reichelsburgfest mit der Aufführung eines kleinen Schauspiels.


Ging es in den vergangenen Jahren um die Hofhaltung des Truchsess auf der Burg, um einen Aufstand der Bauern oder um die Legende des Teufelsschmiedes, so stand dieses Jahr auf dem Programm: „Wie der Truchsess zu seinem Burgfräulein kam“.

Die Geschichte mit dem Spiegel an der Wand, die verstoßene Stieftochter, die der Jäger im Wald aussetzte und den Zwergen, bei denen sie Unterschlupf fand, kam den Zuschauern doch eher bekannt vor. Truchsess Otto Haaf aber hatte das Stück teilweise umgeschrieben, hatte launige Dialoge eingearbeitet, den Ort des Geschehens an den Wald an der Gollach gelegt, und schon bekamen die Zuschauer bei Einbruch der Dunkelheit eine ganz andere Version der bekannten Geschichte zu sehen, die zwar noch immer an Schneewittchen erinnerte, aber plötzlich doch einen Bezug zur Reichelsburg hatte.

Da wurde beispielsweise der vergiftete Apfel zur Bratwurst, aus den sieben Zwergen waren acht zuzüglich des Zwergenvaters Otto geworden, der Prinz wurde zum jugendlichen Truchsess, der den Zwergen am Ende des Stückes die schöne „Margaret“, die „Rettl“ der Zwerge für ein Stück Wald abkaufte. Den Zuschauern hat es gefallen, sie bedankten sich bei dere Laienschauspieltruppe mit reichlich Applaus.

Von Alfred Gehring (c) mainpost