Ton und Rhythmik auf dem Prüfstand

Beim Konzertspiel des Nordbayerischen Musikbund (NBM) stellten in der Gelchsheimer Deutschherrn-Halle neun Kapellen mit insgesamt rund 300 Musikern ihr Können unter Beweis.
Mitwirkende waren die Musikgemeinschaft Baldersheim/Burgerroth (Leitung Siegfried Graf), das Jugendblasorchester Gelchsheim (Oliver Hummel), die Schülerkapelle und Jugendblaskapelle Hettstadt (Jürgen Reinhart), der Musikverein Sonderhofen (Kurt Müller), die Historische Trachten und Stadtkapelle Aub (Karl-Beinz Krieger), das Jugendblasorchester Unterpleichfeld (Armin Schuler), der Musikverein Estenfeld (Christian Wiechers) und die Musikkapelle Gelchsheim unter der Leitung von Dirk Wachtler.
Laut Professor Herbert Kamleitner (Rothenburg), der mit Bundesdirigent Ernst Oesterreicher (Bad Königshofen) und Studiendirektor Georg Bernet (Burglengenfeld) die Bewertung vornahm, werden die Intonationen, die Rhythmik und auch das Zusammenspiel der Kapellen bewertet.
Daneben begutachten die fachmännischen Richter die Tonkultur ebenso wie Dynamik, Klangausgleich, die Artikulation und den Gesamteindruck der Kapellen und nicht zuletzt die Arbeit der Dirigenten.
Welchen Stellenwert das Konzertspiel besitzt, zeigt sich daran, so die stellvertretende Kreisvorsitzende des NBM Wilma Samfaß (Rimpar), dass sich so viele Kapellen der Kritik stellen wollten, dass einige sogar abgewiesen werden mussten.
Zu den zahlreichen Zuhörern die ein über dreistündiges abwechslungsreiches Programm erwartete, zählte auch der Schirmherr der Veranstaltung Landrat Waldemar Zorn.
Auch der Kreischef genoss einen vergnüglichen Nachmittag, ebenso wie der ehemalige langjährige NBM-Kreisvorsitzende Hermann Deußer.
Besonders erfreut zeigte sich Hermann Deußer darüber, dass das Konzertspiel, das er Ende der 60er Jahre ins Leben rief, auch heute noch Bestand hat. Nicht zuletzt durch die finanzielle Unterstützung durch den Landkreis Würzburg. Der hat laut Deußer vor nahezu drei Jahrzehnten Zuschuss-Richtlinien festlegte, die beispielgebend waren für das gesamte Bundesgebiet.
Bevor sich die Mitwirkenden im Gemeinschaftschor unter Bundesdirigent Ernst Oesterreicher mit dem Frankenlied-Marsch und mit der Bayern-Hymne unter der Leitung von Kreisdirigent Wolfgang Heinrich verabschiedeten, dankte Wilma Samfraß ihrer Stellvertreter-Kollegin Esther Pfeuffer (Gaukönigshofen) für die zeitaufwändige Arbeit, die die Organisation des Konzertspiels mit sich bringt sowie der Gelchsheimer Musikkapelle, die für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gesorgt hatte.

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