Johannisfeuer

Dieses Jahr veranstaltete die Landjugend von Baldersheim mit Bier und Bratwurst das Johannisfeuer. Die MGBB umrahmte den Abend musikalisch. Das Feuer hatte wohl auch dafür gesorgt, dass die Wolken vertrieben wurden und das Fest ohne Regen über die Bühne gehen konnte. Vor allem die Kinder hatten an dem Feuer und dem nahen neuen Spielplatz viel Spass.

Reichelsburgfest: Die Zusammenfassung

vom 12. – 14. Juni
auf der historischen Reichelsburg in Baldersheim

Auch dieses Jahr fand in Baldersheim bei Aub wieder das historische Reichelsburgfest auf der Burgruine der Reichelsburg statt.
Das Reichelsburgfest begann am Freitagabend mit Rock und Popmusik unter freiem Himmel. Mit der Gruppe “Crossfire” ging es in der einzigartigen Atmosphäre des alten Burghofs durch die Nacht.
Bei der Festeröffnung am Samstagabend entzog Festmarschall Michael Neckermann dem scheidenden Truchseß Otto I die Schlüsselgewalt über die Burg und wünschte ihm alles Gute im Ruhestand. Zwölf Jahre lang war Otto Haaf der Truchseß beim Reichelsburgfest. Im Verlaufe des Abends gab es dann für die Gäste auf der festlich illuminierten Burgruine noch eine Baldersheimer Version des Märchens vom Rumpelstilzchen zu sehen.
Aufbau & Theaterprobe                              Beatabend mit Crossfire

Zur Unterhaltung spielten am Samstagabend die Rodheimer Musikanten, die in den alten Gemäuern für Spitzenstimmung sorgten. Als besondere Attraktion gab es auch in diesem Jahr wieder den fast schon legendären Ritterschmaus, eine ganze Sau am Spieß die vor Ihren Augen frisch gegrillt wurde.
Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst auf der Burg. Im Anschluss spielten die Musikanten aus Equarhofen. Mittags gab es das “Fränkische Hochzeitsessen”, das frisch auf der Burg und nach altem Rezept zubereitet wurde. Nach dem Essen zeigten die Kindergartenkinder unter Leitung von Ramona Meier auf der Tanzbühne ihr tänzerisches Können. Den Festausklang gestaltete die „Historischen Trachten- und Stadtkapelle Aub“ mit fränkischer Blasmusik vom Feinsten.

———————————————————————————

Wachablösung auf der Reichelsburg
Der Truchseß geht – Otto Haaf ist von seiner Rolle als Truchseß Otto I von der Reichelsburg zurückgetreten. Festmarschall Michael Neckermann verkündete dem Publikum bei der symbolischen Schlüsselübergabe auch die Gründe für die Demission: Altersschwäche, graue Haare, morsche Knochen und auch die Zähne klappern. Nachfolger wurde Karl Nestmeier.
Samstag                                                             Sonntag
Nur schweren Herzens nahmen die Verantwortlichen bei der Musikkapelle Baldersheim-Burgerroth demnach das Rücktrittsgesuch ihrer Symbolfigur an. Auf der Bühne entzog am Samstagabend bei der offiziellen Festeröffnung Festmarschall Michael Neckermann dem scheidenden Truchsess die Schlüsselgewalt über die Burg und wünschte ihm alles Gute im wohlverdienten Ruhestand. Allerdings musste der demissionierte Truchsess versprechen, im Falle eines Falles beispielsweise bei einer Erkrankung seines Amtsnachfolgers an Pest, Cholera oder Schweinegrippe wieder stellvertretend in die Rolle zu schlüpfen.
Zwölf Jahre lang war Otto Haaf der Truchseß beim Reichelsburgfest. Die Musikkapelle bedankte sich bei ihm zum Abschied mit einem eigens gefertigten Ehrenschlüssel der Reichelsburg und einem Bild, das Otto Haaf mit seiner Burgfrau Ina Heidschmidt zeigt. Gleichzeitig wurde Otto Haaf der wohl einmalige Titel als „Alttruchseß a. D.“ zugesprochen. Burgfrau Ina Heidschmidt legte ebenfalls ihre Rolle nieder. Das Publikum bedankte sich mit reichlich Händegeklapper.
13 Jahre lang habe er nun das Burgfest ausgerichtet, in den dreizehn Jahren wurde vieles geschaffen, resümierte Otto Haaf. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge übergab er all seine „Macht und Herrlichkeit“ an seinen Nachfolger Karl Nestmeier, der als Truchseß Karl I zusammen mit seiner Ehe- und Burgfrau Sabine I in der Folgezeit als Hausherr das Burgfest ausrichten wird.
Erster Ratsherr und Bürgermeister Robert Melber fand es ebenfalls schade, dass der alte Truchseß geht. „Wir haben manchen verbalen Streit hier oben ausgetragen,“ gestand er ein: „Aber die Burg war immer in guten Händen. Dieser Truchseß hat den Truchseß nicht gespielt, er war der Truchseß, er hat ihn gelebt!“ rief Melber den Gästen zu.
Angesichts des jungen Truchseß gestand der Bürgermeister augenzwinkernd: „Ich bin jetzt etwas unsicher, ich kenne diesen jungen Herrn noch nicht so recht. Hat er Erfahrung im Leben? Sein Bart ist noch braun, seine Hosen sind noch recht kurz! Aber ich habe mir sagen lassen, er ist ein heller Kopf. Ich will es mit ihm probieren!“
Der neue Burgherr versprach, sein Bestes zu geben. So wurde er am 13.Burgfest am 13.Juni zum neuen Truchsess auf der Reichelsburg geschlagen und übernahm symbolisch die Burgschlüssel als Hausherr für das diesjährige Reichelsburgfest.
Abbau                                                          Videos
Im Verlaufe des Abends gab es für die Gäste auf der festlich illuminierten Burgruine noch ein Theater Stück zu sehen. Alttruchseß Otto Haaf hatte zu den heimlichen Baldersheimer Festspielen eine Baldersheimer Version des Märchens vom Rumpelstilzchen einstudiert, in der er auch gleich die Rolle des kleinen Männchens spielte.

Märchentruchseß Philipp der Schönling (gespielt von Philipp Stegmaier) zwang die Müllerstochter (Maria Ulsamer) für ihn Stroh zu Gold zu spinnen, was sie natürlich nicht zustande brachte. So half ihr ein gut gelauntes kleines Männchen in Rot dabei und forderte als Gegenleistung das erste Kind der künftigen Frau Truchseß. Diese willigte ein und als das Kind nach einem Jahr in der Wiege lag, forderte der kleine Helfer seinen Lohn. Nur wenn sie seinen Namen nennen könne, wolle er verzichten. Der jungen Mutter gelang es, den Namen ihres Helfers ausspionieren zu lassen, worüber dieser sich so ärgerte, dass ihn am Ende des frei nach dem bekannten Märchen aufgeführten Schauspiels der Teufel in Gestalt von Josef Mark persönlich mit sich nahm, so dass der Traum von der Vaterschaft ohne Mutter im ewigen Feuer endete.
© mainpost – Alfred Gehring

Auftritt in Gaubüttelbrunn

Den Daumen streckte er nach oben und ein Strahlen entspannte seine Gesichtszüge, als Lothar Heim, der Vorsitzende des Musikvereins am Sonntagabend nach seinem Fazit zum zweitägigen Musikfest anlässlich „95 Jahre Musikverein Eintracht Gaubüttelbrunn e.V.“ gefragt wurde.

Schweren Herzens hatte man sich am Freitag entschlossen, die Veranstaltung vom Dorfplatz in die vereinseigene Musikhalle zu verlegen. „In einer solchen Situation braucht man eine absolut verlässliche Truppe – und die haben wir“, lobt Heim seine Vorstandskollegen, Musiker und zupackenden Helfer.
Zum Festauftakt am Samstagabend war alles bestens gerichtet – doch in der festlich und farbenfroh geschmückten Halle blieb so mancher Platz unbesetzt. Den Anwesenden aber servierten die „Gelchsheimer Musikanten“ (Leitung: Björn Hartmann) Blasmusik vom Feinsten. 
Am Samstag, 18. Juli werden sich die „Fränkischen Jäger“ (Leitung: Lothar Heim) ab 20 Uhr beim „Schloss- und Seefest“ auf dem Reitplatz in Gelchsheim bei ihren Musikkameraden dafür musikalisch bedanken.
Der Ansturm beim Mittagessen, beim Platzkonzert der „Fränkischen Jäger“ und beim vierstündigen Auftritt der Musikgemeinschaft Baldersheim-Burgerroth (Leitung: Sebastian Graf) hat aber alle Erwartungen übertroffen.  Mit ihrem Programm machten die Baldersheimer beste Werbung für ihr „Reichelsburgfest“ am kommenden Wochenende.